Bewerbung Polizei Berlin 2015

19. Februar 2014 um 4:51 Uhr | Berufe

ORIENTIERUNG

Erfahrung/Erfahrungsberichte: Landespolizeischule-der Enthüllungsbericht
Quali/Qualifikation: Bewerbung – Einstellung – Ausbildung
Wiki/Wikipedia: Polizeiausbildung in Berlin [kein Wiki-Artikel vorhanden]
Quereinsteiger: [nicht bekannt]
Alter/Höchstalter: Zum Tage einer möglichen Einstellung bei der berliner Polizei ist das 16., aber nicht das 30. Lebensjahr vollendet. Bei lebensälteren Bewerberinnen und Bewerbern gilt: das 40. Lebensjahr darf noch nicht vollendet sein, außerdem kann eine Berufsausbildung mit mindestens zweijähriger beruflicher Erfahrung vorgewiesen werden.
Zivildienst: Wehrdienstverweigerer haben ebenfalls eine Chance auf Einstellung in den Polizistenberuf.
Mittlerer Dienst: Für den mittleren Dienst bei der berliner Schutzpolizei benötigen Bewerberinnen & Bewerber mindestens die erweiterte Berufsbildungsreife (früher: „erweiterter Hauptschulabschluss“) oder einen als gleichwertig anerkannten Bildungsstand, der zum Ausbildungsbeginn vorliegen muss. Das Höchstalter wurde auf 16 bis 29 Jahre festgelegt. Ein Mindestnotendurchschnitt ist nicht mehr erforderlich.

Gehobener Dienst: Für den gehobenen Dienst der berliner Schutz- und Kriminalpolizei benötigen Bewerberinnen & Bewerber mindestens die Fachhochschulreife oder einen als gleichwertig anerkannten Bildungsstand. Das Höchstalter ist auf 31 Jahre (zum Einstellungstag) festgelegt. Ein Mindestnotendurchschnitt ist nicht mehr erforderlich. Falls Ihr Prüfungsergebnis für eine Einstellung in den gehobenen Dienst bei der berliner Polizei nicht ausreichen sollte, kann Ihre Bewerbung auch für den mittleren Dienst der Schutzpolizei berücksichtigt werden, sofern dies im webbasierten Bewerbungsbogen angegeben wurde und die Formalvoraussetzungen für den mittleren Dienst erfüllt sind.

Lohn/Verdienst: Das Bundesbesoldungsgesetz (BBesG) regelt die Dienstbezüge von Polizeibeamten in Berlin. Das Gehalt während der Ausbildung der Polizeivollzugsbeamten/-innen des Landes Berlin nennt sich Anwärterbezüge . Die Bezüge werden bis zur Übernahme in das Beamtenverhältnis auf Probe monatlich im vorraus gezahlt. Der genaue Verdienst in der Gegenüberstellung:

  • Im mittleren Dienst bei der Polizei Berlin verdient ein(e) Polizeimeisteranwärter/in (PMA/in) monatlich zwischen 880,72 € (ledig) und 988,69 € (verheiratet, keine Kinder).
  • Im gehobenen Dienst der Polizei in Berlin verdienen Polizei-, Kriminal-und Gewerbekommissaranwärter/-innen monatlich 933,0 € (ledig) und 1046,45 € (verheiratet, keine Kinder).

Alle Studenten und Auszubildende erhalten zusätzlich eine Polizeizulage in folgender Höhe: Ab dem 2. Ausbildungsjahr erhöht sich der Verdienst um 63,69 € und ab dem dritten Ausbildungsjahr um 127,38 €.

Es folgen 2 Besoldungsbeispiele (Brutto) im mittleren Dienst der Landespolizei Berlin:
Ein(e) ledige(r) & kinderlose(r) Polizeimeister/in (PM/in) befindet sich in der Besoldungsgruppe (BesGr) A7 und in der Erfahrungsstufe 1. Damit steht ihm/ihr ein Grundgehalt von 1.968,85 € zu ( incl. Polizei u. Stellenzulage).
Ein(e) ledige(r) & kinderlose(r) Polizeiobermeister/-in (POM/in) befindet sich in der Besoldungsgruppe (BesGr) A8 und verdient damit incl. der Polizei u. Stellenzulage zwischen 2.223,75 € (Erfahrungsstufe 2) und 2.402,70 € (Erfahrungsstufe 4).
Für verheiratete Polizisten/innen erhöht sich die Besoldung je nach Familienstand und Anzahl der Kinder wie folgt:
Für die ersten zwei Kinder wird jeweils 184 €, für das dritte 190 € und für jedes weitere Kind 215 € Kindergeld gezahlt.
Für Anspruchsberechtigte wird zusätzlich zu dem bereits genannten Kindergeld ein steuerpflichtiger Familienzuschlag in Höhe von 96,99 € für das erste und zweite Kind sowie 302,23 € für jedes weitere Kind gezahlt. Der ehegattenbezogene Familienzuschlag beträgt (bis einschließlich Besoldungsgruppe A8 ) 107,97 €. Ist jedoch auch der Ehegatte als Beamter oder Angestellte im öffentlichen Dienst beschäftigt, wird der Familienzuschlag nur zu 50% gewährt. Überdies wird der kindbezogene Anteil nur einem Elternteil gewährt. Wird nach der Polizeiausbildung in Berlin Schicht- oder Wechselschichtdienst geleistet, kommt eine individuelle Zulage von 17,90 € bis 51,13 € hinzu.
Es folgen 2 Besoldungsbeispiele (Brutto) im gehobenen Dienst der Landespolizei Berlin:
Ein(e) ledige(r) & kinderlose(r) Polizei-, Kriminal- und Gewerbekommissare/-in befindet sich in der Besoldungsgruppe (BesGr. ) A9 und in der Erfahrungsstufe 1. Damit steht ihm/ihr ein Grundgehalt von 2.268,24 € zu ( incl. Polizei u. Stellenzulage).
Ein(e) verheiratet(e)r & kinderlose(r) Polizeioberkommissar/-in (POK)/Polizeikriminalkommissar/-in (KOK)/Gewerbeoberkommissar/-in (GOK) befindet sich in der Besoldungsgruppe A 10. Damit steht ihm/ihr incl. Polizei u. Stellenzulage ein Grundgehalt von zwischen 2544,21 € (Erfahrungsstufe 2) und 2.690,65 (Erfahrungsstufe 3) zu.

Die Festsetzung der Grundgehaltsstufen erfolgt in Berlin unter Berücksichtigung individueller Erfahrungsstufen. In der Regel erfolgt ein Aufstieg von Erfahrungsstufe 1 nach Stufe 2 nach 2 Jahren und von Erfahrungsstufe 2 und 3 nach jeweils 3 Jahren.
Weitere Informationen zum Gehalt & Verdienst von Polizisten in Berlin entnehmen Sie bitte der Polizei-Besoldungstabelle.
Mittlere Reife (Realschulabschluss): Um in den mittlerer Dienst eingestellt zu werden, benötigen BewerberInnen zum Ausbildungsbeginn bei der Polizei Berlin mindestens die erweiterte Berufsbildungsreife (bisher: „erweiterter Hauptschulabschluss“) oder einen als gleichwertig anerkannten Bildungsstand.

BEWERBUNG

Bewerbungsfrist: Bewerbungen bei der Polizei Berlin für die Herbsteinstellungen 2014 sind ab Dezember 2013 möglich. Pro Einstellungszeitraum (Frühjahr bzw. Herbst) darf man sich jedoch nur noch einmal bewerben. Weitere Bewerbungen – auch für andere Laufbahnen bei der Polizei Berlin – sind unerwünscht und können gegebenenfalls sogar als Betrugsversuch geahndet werden.

Unterlagen: Die Polizei Berlin akzeptiert nur noch Online-Bewerbungen. Das heißt, schriftlich eingehende Bewerbungen können nicht mehr berücksichtigt werden. Um sich bei der Polizei Berlin um einen Ausbildungsplatz oder ein Studium zu bewerben, ist eine Email-Adresse und ein Internetzugang erforderlich. Über diesen Link gelangen Sie direkt zur Online – Bewerbung. Sobald das Registrierungsformular vollständig ausgefüllt und abgesendet wurde, bekommen Bewerber/Innen ihre persönlichen Zugangsdaten (Kennung & Passwort) per Email zugeschickt. Sollte diese E-Mail nicht innerhalb eines Tages ankommen, kann man sich an das Einstellungsbüro unter einstellungsbuero@polizei.berlin.de wenden oder die Bewerbungshotline unter (030) 4664-991888 kontakten.

Anforderungen: Für die optimale Bewältigung des Polizistenberufes werden vielfältige Anforderungen gestellt, diese Umfassen:
1. formale Anforderungen (z.B. Ausbildungsberuf, Hochschul-/Fachhochschulabschluss)
2. fachliche Anforderungen (z.B. Fachkenntnisse, Rechtskenntnisse, EDV-Kenntnisse, Erfahrungswissen)
3. persönlichkeitsspezifische Anforderungen

  • Leistungsverhalten
  • Zuverlässigkeit
  • Organisationsfähigkeit
  • Belastbarkeit
  • Entscheidungsfähigkeit
  • Flexibilität
  • Auffassungsgabe / Urteilsvermögen
  • Verantwortung
  • Entwicklungs-und Veränderungsbereitschaft
  • Leistungsmotivation
  • Sozialverhalten / Sozialkompetenz
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Konfliktfähigkeit
  • Kooperationsfähigkeit
  • Motivation / Berufsinteresse
  • Durchsetzungsfähigkeit
  • Situationsgerechtes Auftreten

Die Bewerberin bzw. der Bewerber bietet die Gewähr, jederzeit für die freiheitlich demokratische Grundordnung und die Verfassung von Berlin einzutreten. Außerdem müssen Bewerber Deutsche Staatsangehörige sein oder die Staatsangehörigkeit eines anderen Staates der EU besitzen. Selbstverständlich müssen die Deutschkenntnisse so gut ausgeprägt sein, dass die Ausbildungsfähigkeit gewährleistet ist.
An die Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten in Berlin werden bei der Einstellung erhöhte gesundheitliche Anforderungen (Polizeidiensttauglichkeit) gestellt. So muss u.a. die Fähigkeit vorhanden sein, eine Strecke von mindestens 200m ohne Pause schwimmen zu können und dies durch einen entsprechenden Schwimmfähigkeitsnachweis bescheinigt werden (z. B. Schwimmabzeichen “Bronze”). Tätowierungen stehen grundsätzlich einer Einstellung in den Polizeidienst entgegen wenn sie in Sommerkleidung (kurzärmlig) sichtbar sind. (Für unauffällige Tätowierungen sind jedoch Ausnahmen möglich.) Unabhängig von der Größe sind alle Tätowierungen mit den polizeilichen Anforderungen nicht zu vereinbaren, die Darstellungen beinhalten, die man als rechts- oder extremistisch, entwürdigend, frauenfeindlich, gewaltverherrlichend oder als menschenverachten einstufen könnte.
(Das gilt natürlich ebenso für Brandings & Implantate). Wer die Mindestanforderungen nicht erfüllt, gilt als polizeidienstuntauglich und
kann deshalb leider nicht in den berliner Polizeivollzugsdienst eingestellt werden.
Größe: In die Laufbahn des mittleren und gehobenen Dienstes der Schutz- bzw. Kriminalpolizei darf eingestellt werden, wer als Bewerberin mindestens 160cm und als Bewerber mindestens 165cm groß ist
Führerschein: Bis zum Ausbildungsende muss der Besitz einer Fahrerlaubnis für Personenkraftwagen mit Schaltgetriebe vorweisbar sein.
Trotz Vorstrafe: Bewerberinnen und Bewerber müssen nach ihrer Persönlichkeit für den Polizeivollzugsdienst geeignet sein, dies erfordert einen einwandfreien Leumund, insbesondere dürfen keine Vorstrafen vorliegen.
Untergewicht: Der Body-Mass-Index (Körpergewicht geteilt durch Körpergröße zum Quadrat) darf nicht kleiner als 18 oder größer als 27,5 sein. Die Bewerbung macht nur Sinn, wenn man aus ärztlicher Sicht polizeidiensttauglich ist.
Jugendstrafe: Voraussetzung ist, dass man die charakterlichen und geistigen Anlagen für den Polizeidienst mitbringt.
Sehvermögen: Die Polizei Berlin stellt auch Brillenträger ein, wenn eine für den Polizeivollzugsdienst ausreichende Sehfähigkeit nach einer Untersuchung durch den Polizeiarzt festgestellt wird. Die genauen Anforderungen an die Mindestsehleistung im Polizeivollzugsdienst stehen in den Hinweisen zur Polizeidiensttauglichkeit.

EINSTELLUNGSTEST

Wenn Sie sich auf den Polizei-Eignungstest in Berlin vorbereiten möchten, empfehlen wir Ihnen das Buch “Landespolizeischule-der Enthüllungsbericht”, das steigert Ihre Chancen erheblich. Infos finden Sie hier: Polizei Berlin Einstellungstest 2014. Die Aufnahmeprüfung verläuft wie folgt:

  1. Nachdem die Online-Bewerbung eingereicht wurde, prüft das Einstellungsbüo die formalen Einstellungsvoraussetzungen.
  2. Geeignete Bewerber/innen dürfen den Vortests ableisten. Dieser beinhaltet verschiedenen Aufgaben, die dort erreichte Punktzahl
    fließt zwar nicht in das Gesamtergebnis ein, das Ergebis entscheidet aber darüber wie früh man den PC-gestützten Einstellungstest antreten darf.
  3. Der PC-gestützte Polizei-Einstellungstest findet in der Keibelstraße 36, 10178 Berlin, in jeweils 2 Durchläufen (07:00h/10:30h) statt. Der PC-gestützte Test besteht aus folgenden Testteilen:
    -Intelligenz- und Persönlichkeitsstrukturtest (z. B. Grundlagen von Auffassungsgabe/Urteilsvermögen, Aspekte der Zuverlässigkeit und psychischen Belastbarkeit, Hinweise auf Leistungsmotivation und Berufsinteresse)
    -Sprachtest (z.Zt. wahlweise Englisch, Türkisch, Polnisch, Russisch, Arabisch und Spanisch)
    -Deutschtest
    -Politik und Gesellschaft (Allgemeinwissen/interkulturelles Wissen)

    Das Ergebnis des PC-Test wird den Bewerbern unmittelbar mitgeteilt, wer die Mindestpunktzahl erreicht, darf das Auswahlverfahren fortsetzen und am Sporttest teilnehmen. Dieser findet im Anschluss an den bestandenen PC-Test in der Charlottenburger Chaussee 67, 13597 Berlin statt. Die Sportleistungsprüfung umfasst das Bewältigen eines Hindernisparcours (Querpferd, Parallelbarren, Stufenbarren, Bodenmatten, Bock, 1,80m Holzwand) sowie den 2km-Lauf (Männer max. 09:20 min; Frauen max. 11:20 min / ab einem Alter von 30 Jahren Männer max. 09:50 min; Frauen max. 11:50 min).

  4. Die Polizeiärztliche Untersuchung sowie das Vorstellungsgespräch finden an einem Tag auf dem Polizeischulgelände in der Radelandstraße 21, 13589 Berlin statt. Zu diesem Termin sind alle notwendigen Originaldokumente sowie ein Foto mitzubringen.
  5. Die Bewerberinnen und Bewerber, die aufgrund ihrer Testergebnisse keine Chance mehr auf einen Ranglistenplatz haben, werden zu diesem Testtag leider nicht mehr eingeladen.Bei positivem Ergebnis der Polizeiärztlichen Untersuchung, der Leumundsprüfung, und der persönlichen Vorstellung erfolgt die Einstellungszusage.
  6. Reisekosten, die bei der Tauglichkeitsuntersuchung entstehen, werden nicht erstattet.

AUSBILDUNG

Angenommene Bewerber/Innen im mittleren Dienst werden unter Berufung in das Beamtenverhältnis auf Widerruf mit der Dienstbezeichnung “Polizeimeister – Anwärter/in” in den Vorbereitungsdienst eingestellt und sind zur weiteren Polizeiausbildung zugelassen. Angenommene Bewerberinnen bzw. Bewerber im gehobenen Dienst werden als Beamtin/-er auf Widerruf mit der Dienstbezeichnung “Polizei- bzw. Kriminalkommissar – Anwärter/in” in den Vorbereitungsdienst eingestellt und sind zum Polizeistudium an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR) zugelassen.
Dauer (Wie lange ): Für den mittleren Dienst gilt: Die Ausbildung dauert grundsätzlich 2 1/2 Jahre. Bei guten Leistungen und Fähigkeiten, besteht die Chance in die Kommissarlaufbahn des gehobenen Dienstes aufzusteigen.
Für den gehobenen Dienst gilt: Der Bachelor-Studiengang ist auf eine Studienzeit von drei Jahren angelegt. Nach bestandenen Studium entlassen. Nach Maßgabe freier Stellen können Sie aber als Polizei- oder Kriminalkommissar/in eingestellt und gleichzeitig zur Beamtin bzw. zum Beamten auf Probe ernannt werden.

Ablauf: Mehr Infos über den Ablauf des Studiums und der Ausbildung bei der berliner Polizei finden Sie hier: Polizeistudium Berlin bzw. hier: Polizeiausbildung Berlin.
Alternative: Berufe in Uniform, Berufe rund um Recht und Verwaltung und Berufe um Schutz und Sicherheit.
Versicherung: Beamte sind weder in einer Kranken -noch in einer Pflegeversicherung pflichtversichert. Nur während der Zeit der Ausbildung besteht eine Krankenversicherungspflicht nicht, stattdessen besteht ein Anspruch auf Freie Heilfürsorge. Das bedeutet, dass die Beamtinnen bzw. Beamten für die Dauer der Ausbildung vom Dienstherr kostenlos ärztlich versorgt werden.
Antworten zu den wichtigsten Fragen bzgl Krankenversicherung finden Sie auf den Seiten der GdP – Gewerkschaft der Polizei.
Urlaub: Anwärter/innen und Polizeimeister/innen erhalten vor vollendetem 30. Lebensjahr 26 Tage, und ab vollendetem 30. Lebensjahr 29 Tage Jahresurlaub.
Unterkunft: —-

Ausbildungsorte/ Dienststellen:

  • Berlin
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