Polizei Baden-Württemberg Auswahlverfahren 2015

19. Februar 2014 um 4:51 Uhr | Berufe

ORIENTIERUNG

Erfahrung/Erfahrungsberichte: Landespolizeischule-der Enthüllungsbericht
Quali/Qualifikation: Ausbildung Polizei Voraussetzungen Baden-Württemberg
Wiki/Wikipedia: Polizeiausbildung in Baden-Württemberg
Quereinsteiger: Leider waren keine Infos zum Quereinstieg bei der Polizei BW auffindbar.
Alter/Höchstalter: Am Einstellungstag dürfen Bewerber/Innen nicht jünger als 16 1/2 und nicht älter als 30 Jahre sein. Ausnahmen sind möglich und zwar wenn man eine abgeschlossene Berufsausbildung vorweisen kann, beträgt das Höchstalter 35 Jahre. Die gleiche Regelung gilt, wenn ein abgeschlossenes Studium vorliegt. Bei Soldaten auf Zeit (SAZ 12) ist eine Bewerbung unabhängig vom Alter innerhalb eines halben Jahres nach der Entlassung aus der Bundeswehr möglich.
Zivildienst: Auch Wehrdienstverweigerer haben eine Chance.
Mittlerer Dienst: Es gibt bei der Polizei Baden-Württemberg insgesamt drei Laufbahnen (mittlerer Dienst, gehobener Dienst, höherer Dienst). Die Polizei Baden-Württemberg verfügt derzeit über rund 30.500 Personalstellen, davon 24.241 für ausgebildete Polizeivollzugsbeamte. Im Dienst der Polizei Baden-Württemberg stehen – einschließlich der Polizeianwärterinnen und Polizeianwärter – etwa 3.600 Polizeibeamtinnen und 22.000 Polizeibeamte.
Bei der Schutzpolizei arbeiten knapp 20.000 ausgebildete Polizeibeamtinnen und –beamte, bei der Kriminalpolizei etwa 4.500.
Lohn/Verdienst:

  • Ein(e) ledige(r) Polizeimeisteranwärter/-in (Steuerklasse I, 19 Jahre) verdient im mittleren Dienst
    netto ca. 949 € im 1., 1.005 € im 2. und 1.060 € ab dem 3. Ausbildungsjahr.
  • Im mittlerern Dienst verdient ein(e) ledige(r) Polizeimeister/-in (Steuerklasse I, 20 Jahre) ca. 1.799 € im Monat und ein(e) verheiratete(r) Polizeihauptmeister/-in (Steuerklasse IV, 34 Jahre, keine Kinder) ca. 2.310 € monatlich.
  • Ein(e) ledige(r) Polizeikommissarsanwärter/-in (Steuerklasse I) verdient im gehobenen Dienst netto ca. 995 € im 1., 1.050 € im 2. und 1.104 € ab dem 3. Studienjahr.
  • Im gehobenen Dienst verdient ein(e) ledige(r) Polizeikommissar/-in (Steuerklasse I, 28 Jahre, keine Kinder) ca. 2.113 € im Monat und ein(e) verheiratete(r) Polizeihauptkommissar/-in (A11, Steuerklasse IV, 38 Jahre, keine Kinder) ca. 2.782 € monatlich.
  • Der Nettoverdienst reduziert sich um den Anteil für die Verpflegungskosten sowie die Versteuerung des geldwerten Vorteils für die Unterkunft bei der Bereitschaftspolizei.
  • Eine Beamten-Besoldungstabelle für BW findet man zudem hier: http://bit.ly/1nFbfGZ.

Mittlere Reife (Realschulabschluss): Als zusätzliche Voraussetzung für den mittleren Polizeivollzugsdienst wird ein mittlerer Bildungsabschluss mit einer Durchschnittsnote von mind. 3,2 erwartet. Mit dem Zeugnis der Mittleren Reife darf man sich für den mittleren Dienst bewerben. Eine Bewerbung für die Laufbahn des gehobenen Dienstes ist erst nach Erhalt des Abschlusszeugnisses möglich.

BEWERBUNG

Bewerberzahlen: Jährlich nehmen ca. 4.000 Bewerberinnen und Bewerber am Auswahltest der Polizei Baden-Württemberg teil.
Bewerbungsfrist:

  • Bewerbungsschluss für die am 1. März beginnende Ausbildung zum mittleren Polizeivollzugsdienst ist der 15. Mai des Vorjahres.
  • Bewerbungen für die Einstellung zum 1. September müssen bis zum 15. November des Vorjahres eingehen.
  • Der Bewerbungsschluss für die Einstellung in den gehobenen Polizeivollzugsdienst am 1. Juli ist der 30. September des Vorjahres.
  • Es gilt das Datum des Posteingangs.

Unterlagen: Um alle erforderlichen Bewerbungsunterlagen zu erhalten, wenden sich die Bewerber/Innen an die zuständige Einstellungsberaterin bzw. den zuständigen Einstellungsberater. Den für eine Bewerbung notwendigen Bewerbungsbogen und die Formulare werden bei den Beratungsgesprächen im Polizeipräsidium Karlsruhe (Beiertheimer Allee 16) ausgehändigt und auch näher erläutert. Den Bewerbungsbogen kann man im Internet nicht herunterladen! Um an dem zwei- bis dreistündigen Beratungsgespräch teilnehmen zu dürfen, ist eine Anmeldung per E-Mail erforderlich (E-Mail-Anschrift: karlsruhe.pp.oe.berufsinfo@polizei.bwl.de), in der man den gewünschten Termin, seinen vollständigen Namen, das Alter, die Schulbildung sowie die telefonische Erreichbarkeit nennt. Aktuelle Beratungstermine sind unter folgendem Link einsehbar: http://bit.ly/1lYoq6U.
Es folgt eine Liste mit den kompletten Bewerbungsunterlagen:

  • Bewerbungsbogen & Zusatz zum Bewerbungsbogen (nur beim Einstellungsberater (EB) erhältlich)
  • Kopie Geburtsurkunde – ggf. Heiratsurkunde und Einbürgerungsurkunde.
  • Lebenslauf (aktuell und unterschreiben).
  • Erklärung der Muttersprache (Nichtdeutsche Bewerber bitte die Erklärung der Muttersprache beifügen und beglaubigte Kopie des Reisepasses (mit Gültigkeitsvermerk/ unbefristete Aufenthaltserl. oder –berechtigung) – Formular zu erhalten beim EB!
  • Zeugniskopien (beglaubigt)
  • Ggf. Nachweis über gleichwertigen mittleren Bildungsabschluss/Anerkennung (beglaubigt)
  • Ggf. Arbeitszeugnis (beglaubigt)
  • Erklärung zur Verfassungstreue – Erklärungs- und Belehrungsfragebogen (nur beim Einstellungsberater (EB) erhältlich)
  • Augenärztliches Attest (nur bei Beeinträchtigung der Sehleistung)
  • Ggf. Dienstzeitbescheinigung der Bundeswehr
  • Ggf. Einverständniserklärungen zur Einsichtnahme in die Personalakte und G-Unterlagen der Bundeswehr (mit genauer Anschrift der aktenführenden Dienststelle) – beide Vordrucke zu erhalten beim EB !
  • Auszug Kraftfahrtbundesamt (Formular Antrag auf Auskunft aus dem VZR)
  • Nachweis Fahrerlaubnis Klasse3 / Klasse B – wenn vorhanden

Die Bewerbung zum Polizeivollzugsdienst des Landes Baden-Württemberg wird an folgende Anschrift geschickt:
Polizeipräsidium Karlsruhe
Berufsinformation
Durlacher Allee 31-33
76131 Karlsruhe
Anforderungen: Um am Auswahlverfahren für die Studienplätze an der Fh für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege in Bayern teilnehmen zu können, wird die unbeschränkte Fachhochschulreife, die fachgebundene Hochschulreife, die allgemeine Hochschulreife oder einen vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus als gleichwertig anerkannter Bildungsstand benötigt.
Ob jemand alle Anforderungen & Voraussetzungen für die Ausbildung bei der Polizei BW erfüllt soll die Einstellungsprüfung zeigen. Wenn man Polizeibeamtin oder Polizeibeamter in Baden-Württemberg werden möchte, sollte man:

  • nicht mit dem Gesetz in Konflikt gekommen sein,
  • für die freiheitlich-demokratische Grundordnung eintreten, wie sie im Grundgesetz
    verankert ist,
  • mindestens 160cm groß und körperlich fit sein.
  • am Einstellungstag nicht jünger als 16 1/2 und nicht älter als 30 Jahre sein,
  • einen mittleren Bildungsabschluss mit einer Durchschnittsnote von mind. 3,2 (mittlerer Dienst)
    bzw. das Abitur/Fachhochschulreife (gehobener Dienst) oder einen vergleichbaren Abschluss, Notdurchschnitt
    mind. 3,0 oder einen gleichwertigen Bildungsabschluss, z.B. durch eine berufliche
    Qualifizierung mitbringen.
  • Weitere Anforderungen an den Polizistenberuf sind:
    - Kenntnis und richtige Anwendung der deutschen Sprache
    - verbale, rechnerische und abstrakt logische Intelligenz
    - körperliche Leistungsfähigkeit und –bereitschaft in den Bereichen Bewegungskoordination, Schnelligkeit und Ausdauer
    - soziale Kompetenz, Leistungsmotivation und Selbstverständnis
    - gesundheitliche Mindestanforderungen unter dem Blickwinkel der universellen Verwendbarkeit in der Polizei Baden-Württemberg
    - charakterliche Eignung aus Sicht des künftigen Dienstherrn sowie aus Sicht der Erwartungshaltung der Bürger an einen Polizeibeamten.

Größe: Die Mindestgröße beträgt in Baden-Württemberg 160 cm.
Führerschein: Ein Nachweis über die Fahrerlaubnisklasse B ist nur für Bewerber des Gehobenen Dienstes erforderlich.
Trotz Vorstrafe: BewerberInnen dürfen gerichtlich nicht vorbestraft sein bzw. nicht im Konflikt mit dem Gesetz stehen. Ermittlungsverfahren und Verkehrsdelikte werden im Rahmen der Bewertung der charakterlichen Eignung geprüft. Ebenso ist eine Vorgeschichte im Zusammenhang mit Betäubungsmittelkonsum und –kriminalität grundsätzlich nicht mit dem Berufsbild eines Polizeibeamten vereinbar. Falschangaben führen unweigerlich zur Ablehnung. Dies gilt vor und nach Abgabe der Bewerbung.
Untergewicht: Bewerber mit einem BMI (Körpergewicht geteilt durch Körpergröße in m²) von über 27,5 und unter 18 werden als untauglich beurteilt.
Jugendstrafe: Vorstrafen dürfen nicht vorliegen. Zum müssen BewerberInnen in geordneten wirtschaftlichen Verhältnisse leben (keine Schulden) und einen guten Ruf haben.
Sehvermögen: Ihre Sehstärke muss die Anforderungen zum Führen von Dienstfahrzeugen erfüllen. Dies wird der Arzttest der Baden-Württembergischen Polizei ermitteln. Wer den Auswahltest besteht, bekommt einen Termin für eine ärztliche Untersuchung, um die Polizeidiensttauglichkeit feststellen zu lassen.

EINSTELLUNGSTEST

Wenn Sie sich auf den Eignungstest in Baden-Württemberg vorbereiten möchten, empfehlen wir Ihnen das Buch “Landespolizeischule-der Enthüllungsbericht”, das steigert Ihre Chancen erheblich. Infos finden Sie hier: Polizei BW Einstellungstest
Wer die Bewerbungsunterlagen bis zum Bewerbungsschluss bei der zuständigen Einstellungsberaterin bzw. dem Einstellungsberater eingereicht hat, wird im Erfolgsfall eine Einladung zum Auswahltest bei der Bereitschaftspolizei erhalten. Das Auswahlverfahren besteht aus folgenden Teilen:

  • Schriftlicher Test
  • Sportleistungstest
  • Bewerbungsgespräch
  • Ärztliche Untersuchung

Es folgen weitere Informationen zum Auswahlverfahren und die ärztliche Beurteilung der Polizeidienstfähigkeit für den mittleren und gehobenen Polizeivollzugsdienst des Landes Baden-Württemberg. Der Auswahltest ist eintägig und gliedert sich wie folgt:

  • Begrüßung
  • Sprachverständnistest – Am PC müssen Sie 30 Fragen zum Sprachverständnis durch das Markieren der richtigen Lösung beantworten. Zu jeder Frage gibt es drei Antwortmöglichkeiten. Ihnen steht eine Bearbeitungszeit von 15 Minuten zur Verfügung.
  • Rechtschreibungstest – Ebenfalls am PC hören sie über einen Kopfhörer einen gesprochenen Text. Diesen Text sehen Sie auf dem Bildschirm, allerdings mit Textlücken. In diese Textlücken müssen Sie die vorgesprochenen ca. 60 fehlenden Wörter über die Tastatur in richtiger Schreibweise eintragen. Der Rechtschreibungstest dauert ca. 30 Minuten.
  • Intelligenztest – Nach einer erneuten Pause absolvieren Sie den computergestützten Intelligenztest. In mehreren Sequenzen werden Ihnen Aufgaben zu Ihrer verbalen, rechnerischen und abstrakt logischen Intelligenz gestellt. Der Intelligenztest ist in ca. 90 Minuten zu bearbeiten.
  • Sportleistungstest – Der Sportleistungstest gilt bei Erreichen der jeweiligen Mindestwerte aller Testteile als bestanden. Der Sportleistungstest gilt als bestanden, wenn bei mindestens zwei Leistungen die Mindestwerte erreicht werden und die dritte Leistung nicht unterhalb des Grenzwertes liegt. Eine Unterschreitung eines Grenzwertes führt zum Nichtbestehen des Auswahltests. Zur Teilnahme am Sportleistungstest ist die Vorlage der Selbsterklärung zum Gesundheitszustand erforderlich. Diese
    erhalten die Bewerber mit der Testeinladung. Der Sporttest bei der Polizei Baden-Württenberg umfasst die folgenden Teile:
    1. Koordinationstest (Koordinationstest 22 m | Parcours) – Der zu erreichende Mindestwert bei Männern beträgt 17,0 Sek. und 20,6 Sek. bei Frauen. Grenzwert: 17,6 Sek. bei Männern & 21,2 Sek. bei Frauen.
    2. Schnelligkeitstest (70 m | Hindernislauf ) – Der zu erreichende Mindestwert bei Männern beträgt 12,8 Sek. und 14,6 Sek. bei Frauen. Grenzwert: 13,0 Sek. bei Männern & 14,8 Sek. bei Frauen.
    3. Ausdauertest 12 Minuten (in der Halle) – In der Sporthalle ist eine festgelegte Strecke in der Mindestzeit von 12:00 Minuten zurücklegen. Der Grenzwert liegt bei 12:20 Minuten. Eine Laufrunde entspricht 75 m. Männer haben eine Strecke von 2475 Meter (= 33 Runden), Frauen eine Strecke von 1950 Meter (=26 Runden) zu laufen.
  • 4. Multimodales Interview (MMI) – Das MMI wird in Form eines strukturierten Interviews durchgeführt und beinhaltet neben der persönlichen Vorstellung Fragen zur sozialen Kompetenz, Belastbarkeit, Leistungsmotivation, Selbstkontrolle und Selbstständigkeit. Das Ergebnis fließt in die Endberechnung des Testergebnisses mit ein.

Der Einstellungstest findet an einem Standort der Bereitschaftspolizei in Bruchsal, Göppingen, Biberach, Lahr oder Böblingen statt. Bewerber/Innen erhalten ihre Einladung rechtzeitig von der jeweiligen Bereitschaftspolizeidirektion. Es besteht die Möglichkeit, bereits am Vortag anzureisen. Unterkunft und Verpflegung können gegen ein Entgeld in Anspruch genommen werden. Die ärztliche Untersuchung zur Feststellung der Polizeidienstfähigkeit ist vom Auswahltest abgekoppelt. Sie erfolgt zu einem gesonderten Termin nach bestandenem Auswahltest und der abschließenden Bearbeitung und Überprüfung der Bewerbungsunter-lagen. Die ärztliche Untersuchung zur Feststellung der Polizeidiensttauglichkeit umfasst neben einer gründlichen körperlichen Untersuchung u.a. einen Seh-, Hör- und Lungenfunktionstest sowie ein Belastungs-EKG. Bewerber mit einem BMI (Körpergewicht geteilt durch Körpergröße in m²) von über 27,5 und unter 18 werden als untauglich beurteilt. Bei Tragen einer Sehhilfe ist die Vorlage eines Augenattests vor einer
Teilnahme am Auswahltest notwendig. Der Anamnesebogen ist dem Polizeiarzt am Testtag vorzulegen.
Reisekostenerstattung: Die Fahrtkosten für die Anfahrt zum Einstellungsort (d.h. die einmalige Anreise zum Dienstantritt) werden den Bewerbern nach den gesetzlichen Bestimmungen vergütet. Wer also mit dem Bus oder der Bahn anreist,
solltest seine Fahrkarte aufbewahren.
Weitere Fragen im Zusammenhang mit dem Auswahlverfahren bei der Polizei Baden-Württenberg beantwortet auch der Sachbereich Einstellungen beim Bereitschaftspolizeipräsidium am Bewerbertelefon unter 07161 / 616-1616.

AUSBILDUNG

Dauer (Wie lange ): Die Polizeiausbildung für den mittleren Dienst dauert in Baden-Württemberg insgesamt 30 Monate und ist in 5 Ausbildungsabschnitte, bestehend aus Kursen und Praktika, untergliedert. Die Ausbildung für den gehobenen Dienst dauert insgesamt 45 Monate. Im Anschluss an die 9-monatige Vorausbildung folgt das 36-monatige Studium an der Hochschule für Polizei Villingen-Schwenningen.
Alternative: Berufe in Uniform, Berufe rund um Recht und Verwaltung und Berufe um Schutz und Sicherheit.
Versicherung: Für die Zeit der Ausbildung erhalten Polizeianwärter je nach Bundesland, freie Heilfürsorge oder Beihilfe, die durch eine zusätzliche private Krankenversicherung ergänzt werden muss. Antworten zu den wichtigsten Fragen bzgl Krankenversicherung für Polizisten finden Sie auf den Seiten der GdP – Gewerkschaft der Polizei.
Unterkunft: Die Ausbildung erfolgt entweder bei den Bereitschaftspolizeien oder aber an speziell eingerichteten Fachhochschulen, die in der Fachrichtung Polizei unterrichten (trifft für Berlin, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen zu). Dabei erfolgt in allen Ländern keine duale Ausbildung im klassischen Sinne, sondern die Polizei ist Ausbildungsort und Praktikumsbetrieb in einem. In der Regel bezieht der Polizeischüler dabei eine Unterkunft in der jeweiligen Abteilung/Fachhochschule. Polizeibeamte in Ausbildung bei der Polizei Baden-Württemberg sind grundsätzlich zum gemeinsamen Wohnen in der Polizeiunterkunft und zur Teilnahme an der Gemeinschaftsverpflegung verpflichtet. Am Wochenende oder an Feiertagen steht es den Auszubildenden
frei, ob sie nach Hause fahren oder in der Unterkunft bleiben. Nach Dienstende kann die Unterkunft verlassen werden. Die Unterbringung erfolgt i.d.R. in Zweibettzimmern. Fremden ist das Betreten der Unterkunft grundsätzlich nicht gestattet. In Einzelfällen kann ein Antrag auf Befreiung von der Verpflichtung zum Wohnen in der Unterkunft gestellt werden. Die Unterkunftspauschale liegt in Baden-Württenberg derzeit bei 64,80 € pro Monat. Diese wird dem Bruttolohn zugeschlagen und versteuert.
Verpflegung: Während der Polizeiausbildung werden die Anwärter/Innen voll verpflegt, Z.Zt. werden hierfür 7,46 Euro pro Tag erhoben. Am Wochenende besteht die Möglichkeit, die Kochgelegenheiten in den Aufenthaltsräumen zu nutzen.
Urlaubstage: Je nach Lebensalter variiert die Anzahl der Urlaubstage zwischen 26 und 30 Tage. Beamten im Schichtdienst stehen je nach geleisteten Nachtdienststunden bis zu 35 Urlaubstage pro Jahr zu.

Ausbildungsorte / Dienststellen:

Die Ausbildung findet in den Polizeischulen statt. Ab dem Jahr 2014 wird im Zuge der Umsetzung der Polizeireform die Ausbildung auf die Polizeischulstandorte Lahr und Biberach und in reduzierter Anzahl in Bruchsal zentralisiert. Abhängig von der Verfügbarkeit sind auch Wunschorte möglich. Die Praktika absolvieren die Auszubildenden und Studenten in der Regel bei dem Polizeirevier, welches dem Wohnort bzw. der Polizeischule am nächsten liegt.

  • Aalen
  • Freiburg
  • Heilbronn
  • Karlsruhe
  • Konstanz
  • Ludwigsburg
  • Mannheim
  • Offenburg
  • Reutlingen
  • Stuttgart
  • Tuttlingen
  • Ulm

Aufstiegsmöglichkeiten: Nach fünf Jahren – ab Beginn der Ausbildung mittlerer Dienst – ist eine Bewerbung für einen Aufstieg in den gehobenen Dienst möglich. Voraussetzungen für eine erfolgreiche Bewerbung sind möglichst gute Leistungen in der Ausbildung sowie in den darauffolgenden Verwendungen.

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