Polizei Hessen Bewerbung & Einstellungstest 2015

19. Februar 2014 um 9:40 Uhr | Berufe

ORIENTIERUNG

Erfahrung/Erfahrungsberichte: Landespolizeischule-der Enthüllungsbericht
Quali/Qualifikation: Bewerbung – Einstellung – Ausbildung
Wiki/Wikipedia: Polizeistudium in Hessen
Quereinsteiger: [nicht bekannt]
Alter/Höchstalter: Am Tage der Einstellung darf der/die Bewerber/in nicht älter als 34 Jahre sein. Bei der genannten Höchstaltersgrenze sind Ausnahmen möglich, z.B. bei Bundeswehrsoldaten auf Zeit (SaZ12- keine Berufssoldaten), die sich mind. 12 Jahre dienstverpflichtet hatten, gilt die Höchstaltersgrenze nach §7 Soldatenversorgungsgesetz nicht, jedoch sind bei der Bewerbung auch hier bestimmte Fristen einzuhalten.
Zivildienst: Wehrdienstverweigerer haben ebenfalls eine Chance auf Einstellung in den Polizistenberuf.
Mittlerer Dienst: Seit 1995 stellt die hessische Polizei nur noch in den gehobenen Polizeivollzugsdienst des Landes Hessen ein. Es ist jedoch möglich, sich auch mit mittlerer Reife zu bewerben, die Einstellung zur/zum Polizeikommissarin/ -kommissar bzw. Kriminalkommissarin/ -kommissar erfolgt aber nur, wenn man an einer Fachoberschule die Fachhochschulreife nachgeholt hat. Für die Dauer der Fachoberschulausbildung gibt es keine Ausbildungsvergütung.
Gehobener Dienst: Die Polizeiausbildung in Hessen beinhaltet ein dreijähriges Studium an der Hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung (HfPV) , somit ist Einstellungsvoraussetzung das Abitur bzw. die Fachhochschulreife, eine Meisterprüfung oder ein entsprechender Bildungsabschluss.
Lohn/Verdienst: Das Bundesbesoldungsgesetz (BBesG) regelt die Dienstbezüge von Polizeibeamten in Hessen. Das Gehalt während der Ausbildung der Polizeivollzugsbeamten/-innen des Landes Hessen nennt sich Anwärterbezüge . Die Bezüge werden bis zur Übernahme in das Beamtenverhältnis auf Probe monatlich im vorraus gezahlt. Als Polizei-/ Kriminalkommissar-Anwärterin bzw. -Anwärter erhält man bereits ab dem ersten Studientag netto Anwärterbezüge in folgender Höhe:

  • 1. Studienjahr – 989,51 €
  • 2. Studienjahr – 1.044,86 €
  • 3. Studienjahr – 1.099,46 €

Nach erfolgreichem Bestehen des Polizeistudiums wird man zur/ zum Polizei-/ Kriminalkommissarin bzw. -kommissar (auf Probe) ernannt und darf mit folgendem Gehalt rechnen:

  • Ein(e) ledige(r) 25-jährige(r) Polizeikommissar(in) ohne Kinder und in der Steuerklasse 1 mit Schichtdienst aber ohne Zulage “Dienst zu ungünstigen Zeiten” verdient in Hessen monatlich 2.013,76 € netto.
  • Ein(e) verheirate(r) 35-jährige(r) Polizeioberkommissar(in) ohne Kinder und in der Steuerklasse 3 mit Tagdienst (Ehepartner nicht im öff. Dienst beschäftigt) verdient in Hessen monatlich 2.882,63 € netto.
  • Ein(e) verheirate(r) 45-jährige(r) Polizeihauptkommissar(in) mit 2 Kindern und in der Steuerklasse 3 mit Tagdienst 2 (Ehepartner nicht im öff. Dienst beschäftigt) verdient in Hessen monatlich 3,607,17 € netto (darin enthalten sind 368,00 € Kindergeld (184 € pro Kind))

Weitere Informationen zum Gehalt & Verdienst von Polizisten in Hessen entnehmen Sie bitte der Polizei-Besoldungstabelle.
Mittlere Reife (Realschulabschluss): Auch Bewerber mit der Mittleren Reife können zum Eignungsauswahlverfahren der Polizei Hessen eingeladen werden und bei erfolgreichem Bestehen eine Einstellungszusage erhalten. Vor der Einstellung in den Polizeivollzugsdienst des Landes Hessen muss jedoch an einer Fachoberschule die Fachhochschulreife erwerben werden. Zu Beachten ist außerdem, dass im Zeugnis der mittleren Reife bei den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch keine Note schlechter als ausreichend stehen darf und bei mindestens 2 der genannten Fächern befriedigende Leistungen erbracht worden sind.
(Ausnahmen für Bewerberinnen und Bewerber mit Berufserfahrung werden zugelassen).

BEWERBUNG

Bewerbungsfrist: Die Polizei des Landes Hessen bietet pro Kalenderjahr 2 Einstellungstermine an, jeweils im Februar und September für die Studiengänge “Schutzpolizei” und “Kriminalpolizei” und den Studiengang “Sportfördergruppe” nur im September.
Die Einstellungstermine der hessischen Polizei für 2014 im Überblick:

  • Montag, 17. Februar 2014 – Keine Bewerbung mehr möglich
  • Montag, 1. September 2014 – Bewerbung möglich, zur Zeit keine Frist

Unterlagen: Beim Einsenden von unterschriebenen Bewerbungsunterlagen sollten von Klarsichthüllen, Schnellheftern etc. Abstand genommen werden, da diese “aus verwaltungstechnischen Gründen” nicht zurückgesandt werden können. Akzeptiert wird zudem nur ein vollständig ausgefüllter Bewerbungsbogen mit den dazugehörigen ärztlichen Fragebögen. Das heißt, ohne den Bewerbungsbogen werden Bewerbungen bei der Polizei Hessen grundsätzlich nicht bearbeitet. Entsprechende Vordrucke stehen im Internet als pdf-Datei zum Ausdruck und anschließendem Ausfüllen per Hand zur Verfügung (Link: http://bit.ly/1ePzYmH ); Die Unterlagen sollten in leserlicher Durckschrift oder aber direkt am Comuter ausgefüllt werden.

Ein vollständige Bewerbung umfasst:

  1. einen Lebenslauf
  2. eine Geburts- oder Abstammungsurkunde (in Kopie)
  3. soweit für Sie zutreffend: eine Einbürgerungsurkunde (in Kopie)
  4. Schulabschlusszeugnis bzw. letztes Schulzeugnis (in Kopie)
  5. Fahrerlaubnis Klasse B (in Kopie)
  6. Auskunft aus dem Verkehrszentralregister (erhältlich beim Kraftfahrtbundesamt: www.kba.de)
  7. ein Bewerbungsbogen (Vordruck downloaden)
  8. eine Erklärung zu Strafen und Disziplinarmaßnahmen (Vordruck downloaden)
  9. ein Passbild
  10. den beigefügten Personalbogen (ausgefüllt und unterschrieben; (Vordruck downloaden))
  11. eine Bescheinigung der Hausärztin oder des Hausarztes (Vordruck downloaden)
  12. eine Bescheinigung der Augenärztin oder des Augenarztes (nur falls die Sehfähigkeit eingeschränkt ist)
  13. die unterschriebene Einverständniserklärung zur
    laborchemischen Untersuchung auf Drogen (Vordruck downloaden)
  14. eine Bescheinigung des örtlichen Einwohnermeldeamtes bzw.
    der zuständigen Einstellungsberatung (in Kopie)
  15. einen Schwimmnachweis (in Kopie)
  16. die unterschriebene Einverständniserklärung zur
    Zuverlässigkeitsüberprüfung von Bewerberinnen und Bewerbern
    für den gehobenen Polizeivollzugsdienst (Vordruck downloaden)
  17. die unterschriebene Checkliste (Vordruck downloaden)

Zusätzlich für Bewerber, die eine Staatsangehörigkeit eines Staates haben, der nicht zur EU gehört:

  • eine gültige Niederlassungserlaubnis (in Kopie)
  • einen Nachweis über den 5-jährigen Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland (in Kopie)

Anforderungen: Der Polizeiberuf stellt an Sie und Ihre Gesundheit ganz besondere Ansprüche. Gesund sein – das ist eine Grundvoraussetzung, um die oft körperlich anstrengende Polizeiarbeit, z.B. im Wechselschichtdienst oder den speziellen Tätigkeitsfeldern, leisten zu können. Darüberhinaus haben Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte nicht nur eine Vorbildfunktion, sondern müssen in jeder Situation stressstabil sein, weil sie mit den ihnen anvertrauten Geräten (z.B. Kraftfahrzeuge) und Waffen erhebliche Schäden bei Menschen und Sachen verursachen können. Für EU-Bürgerinnen und EU-Bürger gelten die gleichen Voraussetzungen wie für Deutsche. Die deutsche Staatsbürgerschaft ist nicht erforderlich um den Polizeidienst bei der hessischen Polizei zu verrichten. Bewerberinnen und Bewerber aus Nicht-EU-Ländern müssen darüber hinaus im Besitz einer gültigen Niederlassungserlaubnis sein, Ihre Muttersprache in Wort beherrschen sowie mindestens 5 Jahre in Deutschland gelebt haben.
Größe: 160 cm.
Führerschein: Die Fahrerlaubnisklasse B muss am Tag der Einstellung vorweisbar sein.
Trotz Vorstrafe: Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte haben nicht nur eine besondere Vorbildfunktion in unserer Gesellschaft, sondern müssen auch über jeden strafrechtlichen Zweifel erhaben sein. Dies erwartet auch die überwiegende Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger, da Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte für die Einhaltung von Recht und Gesetz zu sorgen haben BewerberInnen dürfen gerichtlich nicht vorbestraft sein. Zudem muss jede(r) Polizist(in) bereit sein, jederzeit für die freiheitliche demokratische Grundordnung einzutreten, wie sie im Grundgesetz verankert ist
Untergewicht: Leider waren dazu keine Informationen auffindbar. In anderen Bundesländern gilt: Der Body-Mass-Index (Körpergewicht geteilt durch Körpergröße zum Quadrat) darf nicht kleiner als 18 oder größer als 27,5 sein.
Jugendstrafe: Voraussetzung ist, dass man die charakterlichen und geistigen Anlagen für den Polizeidienst mitbringt.
Sehvermögen: Für Bewerberinnen oder Bewerber, die eine Sehhilfe benötigen oder deren Sehfähigkeit anderweitig eingeschränkt ist gilt:
Wer den Anforderungen der Polizeidienstvorschrift 300 (PDV 300) nicht entspricht, ist polizeidienstuntauglich und kann nicht eingestellt werden.
Falls ein Bewerber bzw. eine Bewerberin im Hinblick auf seine/Ihre Augen bzw. seine/Ihre Sehfähigkeit Bedenken hinsichtlich der Polizeidiensttauglichkeit hat, sollte er/sie einen Augenfacharzt aufsuchen und den beigefügten Befundbericht ausfüllen lassen, um eine frühe Überprüfung durch den Polizeiärztlichen Dienst zu ermöglichen. Falls sich ein(e) Bewerber(in) einer augenärztlichen Operation zur Verbesserung des Sehvermögens unterzogen haben sollte, kann die Überprüfung der Polizeidiensttauglichkeit durch den Polizeiärztlichen Dienst frühestens nach Ablauf eines Jahres ab dem Datum der Operation erfolgen.

Weitere Hinweise für Bewerberinnen und Bewerber: Kosten für augenfachärztliche Untersuchungen und Bescheinigungen im Vorfeld einer Bewerbung werden vom Land Hessen nicht übernommen.

EINSTELLUNGSTEST

Wenn Sie sich auf den Polizei-Eignungstest in Hessen vorbereiten möchten, empfehlen wir Ihnen das Buch “Landespolizeischule-der Enthüllungsbericht”, das steigert Ihre Chancen erheblich. Infos finden Sie hier: Polizei Hessen Einstellungstest.
Das Eignungsauswahlverfahren für den gehobenen Polizeivollzugsdienst findet bei der Polizeiakademie Hessen in Wiesbaden statt. Dort durchlaufen die Bewerber in anderthalb Tagen mehrere Stationen und werden gründlich auf ihre Polizeidiensttauglichkeit hin geprüft. Der Einstellungstest gliedert sich in folgende Teile:

  • Der Computertest – er dauert 2,5 Stunden und erfasst Intelligenz, Persönlichkeitsausprägungen, Konzentrationsleistung und Rechtschreibung.
  • Der Sporttest – er ermittelt die sportlichen Fähigkeiten in 4 Disziplinen: Achterlauf, Bankdrücken, Fünfer-Sprunglauf, 500m-Wendelauf.
    Gruppenaufgabe – es soll unter anderem die Teamfähigkeit getestet werden, indem eine fiktive Problemstellung in Zusammenarbeit mit anderen Bewerbern gelöst werden muss.
  • Das Einzelinterview – im Bewerbungsgespräch muss sich der/die Bewerber/in den Fragen der Auswahlkommission stellen. Hier kommt es beispielsweise darauf an, wie gut man sich selbst präsentieren kan, wie wortgewandt man ist und wie glaubwürdig man sein Berufsmotivation, Polizeibeamter/ -in zu werden, darzustellen vermag.
  • Die Polizeiärztliche Untersuchung – in der abschließenden Artztuntersuchung wird man von dem personalärztlichen Dienst auf “Herz und Nieren” geprüft. Die polizeiärztliche Untersuchung findet am 2. Tag des Auswahlverfahrens statt und dauert einige Stunden. Unter anderem müssen sich die Polizei-Bewerber einem Belastungs-EKG, einem Seh- und einem Hörtest unterziehen.

AUSBILDUNG

Nach erfolgreichem Bestehen des Polizeiauswahlverfahrens durch das Eignungsauswahlzentrum des zentralen polizeipsychologischen Dienst der hessischen Polizei bei der Polizeiakademie Hessen wird man zum Polizei-/Kriminalkommissar-Anwärterin bzw. -Anwärter in den Dienst der Polizei des Landes Hessen eingestellt und zur Beamtin / zum Beamten auf Widerruf ernannt. Der Fachbereich Polizei an der Hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung (HfPV) bietet im Rahmen der Ausbildung des gehobenen Polizeivollzugsdienstes zwei grundständige Studiengänge an:

  • Bachelor of Arts – Polizeivollzugsdienst “Kriminalpolizei”, kurz: Kriminalpolizei (B.A.)
  • Bachelor of Arts – Polizeivollzugsdienst “Schutzpolizei”, kurz: Schutzpolizei (B.A.).

Nach erfolgreichem Abschluss des Studiengangs erfolgt die Übernahme als Polizeikommissar im Beamtenverhältnis. Mit einer Abschlussnote der Laufbahnprüfung von min. 10,50 Punkten besteht zudem die Möglichkeit, sich für das Studium für den höheren Dienst (Polizeirätin/ -rat bzw. Kriminalrätin/ -rat) zu qualifizieren.
Dauer (Wie lange ): Das Studium dauert grundsätzlich drei Jahre und findet in Semestern statt.
Ablauf: Das Studium ist praxisorientiert und findet im Wechsel zwischen fachtheoretischen Studienzeiten an der HfPV ( http://bit.ly/1dKQx7X ) sowie berufspraktischen Studienzeiten bei der Bereitschafts-, Schutz- und Kriminalpolizei statt. Es enthält 29 Module (incl. Praxis- und Wahlpflichtmodulen), die jeweils mit einer Prüfung abschließen. Im letzten theoretischen Studienabschnitt ist eine Bachelorthesis vorzulegen (praxisrelevante Fragestellungen aus den Inhalten des Studiums), der ein Kolloquium (früher: mündliche Laufbahnprüfung) folgt. Nach bestandener Diplom- oder Bachelorprüfung, die auch gleichzeitig Laufbahnprüfung ist, ist die Ausbildung zum Diplom-Verwaltungswirt absolviert und es erfolgt eine Übernahme in das Beamtenverhältnis auf Probe. Je nach Studiengang als Polizeikommissarin bzw. Polizeikommissar oder als Kriminalkommissarin bzw. Kriminalkommissar. Gemäß der Polizei Hessen ist ein späterer Wechsel von der Schutz- zur Kriminalpolizei grundsätzlich möglich.
Alternative: Berufe in Uniform, Berufe rund um Recht und Verwaltung und Berufe um Schutz und Sicherheit.
Versicherung: Antworten zu den wichtigsten Fragen bzgl Krankenversicherung finden Sie auf den Seiten der GdP – Gewerkschaft der Polizei.
Urlaub: Je nach Alter zwischen 26 und 33 Urlaubstage, zusätzliche Urlaubstage im Schichtdienst.
Unterkunft: Die Hessische Hochschule für Polizei und Verwaltung hat Abteilungen in den vier hessischen Studienorten: Wiesbaden, Mühlheim, Gießen und Kassel. Für Studierende gibt es jedoch nur in Wiesbaden und Kassel Unterbringungsmöglichkeiten auf dem Campus.

Ausbildungsorte:

  • Wiesbaden
  • Mühlheim/Main
  • Gießen
  • Kassel
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Eine Antwort

  1. Nikolai Kammerzell sagt:

    Ich habe in Cuxhaven mein Praktikum absolviert, bei der Niedersächsischen Polizei.Habe großes Interesse.

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