Prävention Verbrechen

Wer beugt Verbrechen besser vor? Polizei USA im Vergleich mit der deutschen Polizei.

 

 

Einführung

Die Kriminalprävention sind alle staatlichen und privaten Maßnahmen und Programme, die die Kriminalität vorbeugen, verhindern und in den Folgen gering halten sollen. Die Kriminalprävention versteht sich als ein Bereich, der die ganze Gesellschaft mit einbeziehen soll. Es sollen nicht nur Anstrengungen von der Polizei unternommen werden um das Ziel zu erreichen, sondern andere Institutionen wie die Politik, die Medien und schließlich jeder Einzelne können am Erfolg der Prävention mitwirken Schließlich ist die Sicherheit eines der Grundbedürfnisse eines jeden Menschen und erfolgreiche Kriminalprävention kann die Lebensqualität steigern. Bürger, die sich sicher fühlen, sind selbstbewusster, toleranter und besitzen ein besseres Gefühl für Solidarität.


„Polizei-beratung.de“ als Zugpferd der deutschen Kriminalprävention

Die Polizei in Deutschland nutzt seit einiger Zeit das Internet als Medium um ein länderübergreifendes Konzept zu entwickeln. Es wurde die Website „ www.polizei-beratung.de ins Leben gerufen, um die Bevölkerung, Medien und andere Träger über Entstehungsformen von Kriminalität aufzuklären. Das übergeordnete Konzept der Polizei nennt sich „ Programm der Polizeilichen Kriminalprävention ( ProPK)“ Die präventive Leistung der Polizei entsteht durch die Entwicklung und Vertreibung von Medienmaterial und zielgerichteter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Leider galt das Programm, einer Umfrage zufolge, als unbekannt unter der Bevölkerung. Daher wurden zahlreiche Kooperation z. B. mit der Deutschen Bahn eingegangen und verschiedene Polizeifahrzeuge mit Aufklebern versehen. Insgesamt werden Themen wie Drogen, Sexualdelikte, Gefahren im Internet, Diebstahl & Einbruch, Gewalt, Raub, Betrug, Jugendkriminalität und Medienkompetenz abgehandelt.

 

McGruff the Crime Dog- Der Bluthund der US-Prevention

 

U-Bahn-Großflächenplakat der Polizei zur Kriminalprävention 

 

Das „National Crime Prevention Center“: Einflussreich in der amerikanischen Kriminalprävention

Die US Behörden handeln die oben erwähnten Kriminalthemen im Zuge ihrer Präventivmaßnahmen ebenfalls ab, nur eben umfangreicher und mit wesentlicher Unterstützung des finanzstarken Justizministeriums. Allen Abteilungen voran, befindet sich das „National Crime Prevention Council ( NCPC)“, welches im Jahre 1982 entstand. Neben den Standardprogrammen wie Aufbereitung von Lehrmaterial für Schulen, Trainingsprogrammen und Pressearbeit, gibt es in Amerika ein prominentes Maskottchen: „McGruff the Crime Dog“ ( Kriminal-Hund), welcher auf der vorigen Seite abgebildet ist . Der lustige Hund wird seit 25 Jahren im Fernsehen ausgestrahlt und laut einer Studie kennen 75% aller amerikanischen Kinder „McGruff“, als Maskottchen, welches den Kindern mit dem Slogan „Take a Bite Out Of Crime!" spielerisch auf die Reise der Kriminalprävention führt. Das Wort „Gruff“ bedeutet übrigens rau, grob, schroff und der dazugehörige Slogan soviel wie „ Beiße dem Verbrechen ein Stück ab“.

Weiter wurde im Jahre 1996 durch Zusammenarbeit des “ National Institute of Corrections ( NIC), des “ Office of Justice Programms ( OJP) und des “State Justice Institute ( SJI) das gemeinsame Programm “ Center for Sex Offender Management” geschaffen. Dieses Center stellt Spezialisten an, trainiert diese und sorgt mit einem guten Informationsfluss für Präventionsarbeit.

 

Präventionsarbeit am Beispiel der Polizei Brandenburg

Oft kritisiert die deutsche Polizei, dass aufgrund am Mangel von Personal und Geld die Prävention durch Repression ersetzt werden muss. Der Aufwand und Service , den man in die Vorbeugung von Straftaten steckt, zahlt sich konkret aus und zeigt sich in vermehrter Sicherheit. Denn die Kosten für Prävention sind wenig im Vergleich zum wirtschaftlichen Verfall, den Verbrechen mit sich bringt. Die Polizei Brandenburg, hier als weiteres Beispiel angeführt, hat im Zuge der Polizeireform von 2002 in den letzten Jahren viel in die Prävention investiert. So wurden in den 15 Schutzbereichen des Landes Präventionsdienststellen eingerichtet, in den kompetente Polizisten kostenlos für Information bezüglich Kriminalitätsvorbeugung sorgen. So sind Beamte damit beschäftigt, in Schulen, Seniorenwohnheimen und Wohngegenden alles Wissenswerte über Sicherheit im Alltag zu erfahren. Sie lernen z.B. sich richtig im Brandfall zu verhalten oder Euro-Banknoten von „ Blüten“ zu unterscheiden. Weiter wurden Polizei-Puppenbühnen eingerichtet, um die Jüngsten spielerisch aufzuklären. Schließlich unterrichtet die Polizei Brandenburg die Kommunen unter Sicherheitsaspekten beim Bau von Wohnungen und Verkehrsprojekten. Hinzu gibt die Polizei Brandenburg einen Flyer mit der Aufschrift „ Wenn´s drauf an kommt“ mit Verhaltenstyps bei diversen Schäden heraus. So erhält man Tipps bei Konfrontation von Straftaten wie Verlust vom Eigentum ( Handy, Fahrrad, Laptop etc.) , Einbruch oder Verkehrsunfällen. Eine besonders spitzfindige Idee ist die Einführung von „Kennzeichen für Wertsachen“. Die Polizei Brandenburg arbeitet für die Realisierung dieses Projektes mit dem Landesbetrieb „ Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg ( LGB) „ zusammen um Opfern von Eigentumsdelikten ihre unrechtmäßig entwendeten Wertsachen zurückgeben zu können. Bürger werden angehalten, bei der Polizei Brandenburg einen individuellen Pin anzufordern um diesen an die Wertsache anzubringen. Der Vorteil ist, dass die Waren für Hehler weniger interessant sind, Versicherungsregulieren erleichtert und der Polizei ein schnellen Identifizieren des Eigentümers ermöglicht. Methoden des Eingravieren, Einritzen, Einschmelzen, Einätzen werden für Gegenstände wie Handys, Kameras oder Computer benutzt. Bei wertvollen Bildern werden subtilere Methoden wie UV-Beschriftung bevorzugt. Diese Variante der Kennzeichen wird auch von der US Bevölkerung seit Jahren sehr gerne benutzt. Wo keine Seriennummer verfügbar war, wurden auch Fotos von den Gegenständen akzeptiert.

Private Sicherheitsunternehmen im Kampf gegen das Verbrechen

Die effizienteste Methode der Prävention dürfte das private Sicherheitsgewerbe sein. Dabei stellen Unternehmen an Privatkunden Dienste im Sicherheitsbereich zur Verfügung. Der Aufgabenbereich wird mit einem Dienstvertrag bestimmt und umfasst meistens diese Tätigkeiten:

• Bewachung von Objekten

• Pförtner-Tätigkeiten

• Personenschutz

• Geld- und Werttransporte

 

Sicherheitsbedienstete müssen in Deutschland mit einem Namensschild/ Ausweis gekennzeichnet sein. In der Regel verfügen sie über keine hoheitlichen Rechte und tragen lediglich Schlagstock, Handschellen und Pfefferspray mit sich. Sonderrechte ergeben sich , wenn die Notwehr gegeben ist oder das Hausrecht bedroht wird. Ausnahmen in der Beleihung mit hoheitlichen Rechten existieren bei der Bundeswehr, Luftverkehr und bei Kernkraftwerken. Das Sicherheitspersonal hat gemeinsam das Ziel, Straftaten aufzuspüren, Objekte u. Personen zu schützen, Grundstücke zu bewachen, Alarm- u. Videosystem zu kontrollieren und schließlich bei beobachteten Straftaten die Polizei zu alarmieren. Die Hauptaufgabe ist also die Prävention von Straftaten.

Innerhalb der deutschen Polizei wurden private Unternehmen öfters kritisiert. Einige Polizisten befürchten den Verlust des Gewaltmonopols und wieder andere führen an, dass sich in Zukunft nur noch reiche Bürger Sicherheit „ erkaufen“ können. Doch der Trend in Richtung Sicherheitsgewerbe ist stark am wachsen, so gab es im Jahre 2005 eine Anzahl von 171000 Beschäftigte im Wach- und Sicherheitsgewerbe Deutschlands. Diese Zahl beinhaltet auch die Aushilfskräfte bzw. die Nebenberuflich Teilzeitkräfte. Der Bundesverband deutscher Wach- und Sicherheitsunternehmer e.V. ( BDWS) errechnet jährlich die Anzahl der Beschäftigten mit Zahlenmaterial des Statistischen Bundesamtes und der Bundesknappschaft.

Die Sicherheitsbranche boomt wie nie zuvor, das Sicherheitsbedürfnis der Bürger ist nicht erst seit der erhöhten Terrorgefahr gestiegen. Im Jahre 1994 gab es nur 1697 Sicherheitsunternehmen in Deutschland. Im Jahre 2005 hat sich die Anzahl mit 3000 Unternehmen fast verdoppelt. Ein Umsatz von ca. 4 Milliarden Euro wurde von den Sicherheitsunternehmen in Deutschland erwirtschaftet und der Trend ist weiter wachsend. So ergibt sich mit der Anzahl der deutschen Polizisten, die bei 266000 liegt und den privaten Sicherheitsbeschäftigten mit einer Anzahl von 171000 eine Summe von 437000 Menschen, die Aufgaben zur Prävention und zum Wohle der Sicherheit und der Bürger übernehmen.

(….)

 

Die Idee, dass mehr private Sicherheitsunternehmen für mehr Prävention in der Verbrechensbekämpfung sorgen, wurde in Amerika extrem gut umgesetzt. So extrem, dass ein Vergleich mit Deutschland fast nicht möglich erscheint, allein schon aufgrund des inflationären Charakters der polizeilichen Rechte und Befugnissen. So hat neben den Staaten, Städten, manchmal auch Stadtteilen, Landkreisen und Gemeinde, fast jede Behörde und fast jedes Ministerium eine eigene Abteilung, sogenannte agencys mit den Möglichkeiten und Rechte, wie sie die Polizei innehat. So sind teilweise Brandermittler ( Fire Inspector) mit Waffengewalt ausgestattet, ebenso wie andere Ermittlungsbehörden der Post, des Zolls, Hafen- und Finanzbehörden etc. Reguläre Polizeidienststellen in den USA gab es 17784 , die eine Anzahl von 796518 vereidigten Vollzeit-Polizisten im Dienst hatten ( Stand : 2000) . Die knapp 800000 sich im Dienst befindlichen Polizisten sind aber nur ein Tropfen auf dem Heißen Stein, wenn es um die Frage aller im Sicherheitsdienst tätigen Menschen in Amerika geht. Summiert man alle Beschäftigten, dann kommt auf die Summe von 3056660 Angestellten. Das „ U.S. Department of Labor

Bureau of Labor Statistics” zeigt in seiner „Occupational Employment Statistics “ eindrucksvoll alle Beschäftigten im Sicherheitsdienst einschließlich der Polizei auf. Allein die sogenannten „ Security Guards“, vergleichbar mit den deutschen Wachmännern / Werkschutzkräften, sind mit 994220 Kräften vertreten. Schon von dieser gewaltigen Personenkraft angetrieben, ist die Präventionsarbeit in Amerika nicht mit Deutschland vergleichbar.

 

Das Europäische Zentrum für Kriminalprävention e. V. (EZK) in Münster/Westfalen

Das EZK ist 1995 aus den Universitäten Münster und Enschede mit Unterstützung von Expertem aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik hervorgegangen. Es steht für Publikationen, Dienstleistungen und Produkte, welche Probleme der Sicherheit und Kriminalität souverän lösen sollen. So arbeitet das EZK stets an aktuellen Projekten und erhielt zB. schon Aufträge vom Bundeskriminalamt, der Polizei-Führungsakademie, dem Landeskriminalamt Brandenburg , dem Europarat, uvm. Das EZK vertreibt ausgewählte Abschlussberichte als Publikationen. Interessant ist hier, dass sich zurzeit mit einem Instrument der Sicherheit beschäftigt wird, die schon seit vielen Jahren in Amerika im Einsatz ist:


Sicherheit durch Raumgestaltung (CPTED) und städtebauliche Kriminalprävention.


Die Abkürzung "CPTED" steht für "Crime Prevention Through Environmental Design" und der anglizistische Ursprung läßt auf die Wurzeln des Erfinders schon schließen.
Alle Orte, Plätze, Gebäude, Wohn- und Geschäftsbezirke wie Schulen, Stadtparks, Tankstellen, Behörden bieten die Möglichkeit der kriminellen Aktivität. Amerikaner hatten schon früh erkannt, dass Schnapsläden sehr leicht Opfer von Gewalt wurden, denn diese Läden hatten eine schlechte räumliche Gestaltung; Sie befanden sich meist abseits von belebten Straßen und man konnte den Laden leicht betreten und wieder verlassen. Es heisst nicht umsonst "Gelegenheit macht Diebe" und zum Verbrechen einladender Städtebau kann zum finaziellen Ruin führen. Als erkannt war, dass Raumgestaltung Einfluss auf das Verhalten von Kriminellen hat, entwickelten Architekten, Stadtplaner, Kriminologen und Polizisten das System weiter. Einige Grundziele des CPTED soll sein:


-Das Risiko des Entdecktwerdens erhöhen. Beispiel: Häuserfassaden mit Fensterfront auf eine Tankstelle richten und viele Laternen bauen.  Installieren von modernen Kamerasystemen.
-Das Betreten und Wiederentfernen aus dem Gebäude so umständliche wie möglich machen. Beispiel: Doppeltüren und andere Hindernisse errichten.
-Errichtung von Sicherheitsbereichen, in denen gefährdete Objekte gelagert werden können.
-und vieles mehr

Da dass CPTED einige kostenrelevate Vorgänge bedeutet, macht dies eine Koordination mit dem Facility Management nötig.


ARTIKEL-THEMA: Beruf & Karriere

Buch für Bewerbung, Ausbildung u. Einstellung Polizei

Detektiv- Artikel über einen interessanten Beruf

Artikel über sämtliche Polizeischulen in Deutschland

Polizei Einstellungstest & Ausbildung-Tipps u. Tricks.

Computer & Fuss-Streife der Polizei

Bundeswehr Karriere de

 

ARTIKEL-THEMA: Polizei- Vergleich Deutschland USA

Einführung zum überregionalem Vergleich der 2 Polizei Institutionen

Wie hat sich die deutsche Polizei geschichtlich entwickelt ?

Wo ist es leichter Polizist zu werden?

Wer hat die fundiertere Ausbildung?

Wessen Kampfsport ist effektiver?

Verdienst Polizei- wer hat das höhere Gehalt?

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Wer beugt Verbrechen besser vor?

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Wer hat die schnelleren Fahrzeuge?

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Polizei Organisation und Verwaltung

Polizei in USA-Fazit des Vergleichs

 

 

 

 

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