Polizei Amerika u. Deutschland in der Gegenüberstellung- wer hat die besseren Waffen ? Dieser Artikel zeigt weiter Vorteile des Revolvers im Vergleich mit Pistolen auf
Die Handfeuerwaffen gehören zum Equipment der Polizisten da sie für den Schusswaffengebrauch im Lande nach dem Polizeirecht befugt sind. Polizisten kommen manchmal in Situationen, in denen in Bruchteilen von Sekunden entschieden werden muss, ob ein Schusswaffengebrauch rechtlich legitimiert ist. Denn wenn ein deutscher Polizist einen Schuss abgibt, rückt meistens gleich die Kriminalpolizei an und prüft im Detail den Tatbestand. Von 1994 – 2005 wurden 119 Menschen von der deutschen Polizei erschossen. Daher sollten Polizisten immer die Notwendigkeit und die Verhältnismäßigkeit beurteilen, bevor Sie die Waffe ziehen. Denn es gibt auch Nichtschusswaffen wie zum Beispiel den Schlagstock. Der 400 mm lange Polizeistock findet Anwendung bei Großdemonstrationen und wird meistens mit einem Schutzschild zusammen eingesetzt. Ebenfalls kommen auch Wasserwerfer zum Einsatz und ein Pfefferspray kann ebenfalls den Schusswaffengebrauch unnötig machen.
Allerdings gilt es zu beachten, dass manche Tiere und auch Menschen resistent gegen das Pfefferspray sind und Wirkungen wie Schmerzen, Lidschluss, Schwellung der Schleimhüte nicht auftreten. Bevor also die Waffe benutzt wird, sollte man die Situation analysieren, ruhig bleiben und nach Alternativen suchen. Danach gilt es eine Androhung des Schusswaffengebrauches auszurufen, um den Aggressor bewusst zu machen, welche Folgen sein Handeln haben kann.
Die Waffenkunde wird schon früh in der Ausbildung behandelt, Technik und praktischer Einsatz vermitteln den jungen Polizisten ihre Erfahrungen. Anfangs lernt man die speziellen Bezeichnungen der Waffenteile und Funktionsweisen der Handfeuerwaffen, Zerlegen und Zusammensetzen, sowie die Sicherheitsbestimmungen.Geschossen wird in verschiedenen Körperstellung, mal auf dem Rückend liegend und dann wieder kniend. Die Waffen müssen sachgemäß behandelt und gepflegt werden um Störungen so klein wie möglich zu halten. Dennoch lassen sich Funktionsstörungen nie zu 100 % kontrollieren , denn die Waffe besteht neben den Hauptgruppen wie Verschluss, Rohr, Griffstück und Magazin aus vielen komplizierten Einzelteilen. Das ganze fachmännische Wissen und viele Jahre Erfahrung im Umgang mit Waffen sind sinnlos, wenn im entscheidenden Moment, die Waffe nicht schießt. Es gibt viele Liebhaber von Handfeuerwaffen und diese haben auch viel Erfahrung, entweder durch Schießlehrgänge der Behörden erlangt oder durch privates Engagement. Sagen zu wollen, welche Waffe nun die bessere ist, macht daher keinen Sinn, weil jeder andere Erfahrungen machen kann.
Benutzt jemand ein Modell und es kommt nach 100 Schuss schon zu Nachladehemmungen oder sonstigen Störungen, dann wird diese eine schlechte Meinung bekommen. Außerdem gibt es wie bei allen technischen Herausgaben auch Fabrikationsfehler, die nach einer Inspektion schnell behoben werden kann.
In Deutschland wurde schon oft die Wahl der richtigen Patrone für den polizeilichen Schusswaffengebrauch diskutiert. Wo es im Militär vielleicht noch angebracht ist, Vollmantelgeschosse zu verwenden, um möglichst großen Schaden entstehen zu lassen, wird bei der Polizei auf Rücksicht gesetzt. Die Polizei will niemanden töten, es sei denn es wird der ausdrückliche Befehl gegeben ( finaler Rettungsschuss). Der Zweck des polizeilichen Schusswaffengebrauches ist es, die betroffene Person kampf- und angriffsunfähig zu machen. Und zwar nur diese Person, das Umfeld bzw. die Umwelt darf keiner Gefahr ausgesetzt sein. Es wäre fatal, wenn ein Polizist z.B. einen bewaffneten Räuber anschießt und die Patrone geht durch diesen durch und trifft vielleicht noch einen unbeteiligten Passanten. Auch darf die Patrone nicht leicht abprallen an Metallgegenständen, denn so könnten ebenfalls unkontrolliert Zivilisten betroffen werden. Andererseits muss ein Schusswaffengebrauch auch effektiv sein, Polizisten berichteten z.B. dass sie auf einen Kampfhund mindestens 10 Schüsse abfeuern mussten, ehe dieser kampfunfähig war. Daher werden Patronen empfohlen, die Weichziele gut durchdringen, dennoch auch für Hartziele geeignet sind und die möglichst beim Aufprall nicht zersplittern. Diese Munition wird Deformationsgeschoss bezeichnet.
Bedenklich für die polizeiliche Arbeit in den Staaten ist das liberale Waffengesetzt. So können teilweise Privatpersonen in manchen Orten sogar an Maschinengewehre gelangen. Legimitiert wird dies durch die amerikanische Verfassung nach der jeder Bürger das Recht auf Tragen einer Waffen zugesprochen wird. Dieses Thema ist ein Brennpunkt in politischen Diskussionen. Die republikanische Parteien sind eher für liberale Waffengesetze, wohingegen die Demokraten diese ablehnen mit Hinweisen auf die hohe Kriminalität oder den zahlreichen Amokläufen. Es leuchtet ein, dass die US Polizei- zu ihrer eigenen Sicherheit- daher wahrscheinlich aggressiver vorgeht, da sie mit Waffenbesitz der Verdächtigen rechnet. So gilt es bei einer Verkehrskontrolle in den USA keine hektischen Bewegungen zu machen bzw. den Ausweis nicht unaufgefordert aus der Seitentasche zu holen. Stattdessen muss man beide Hände gut sichtbar für den Polizisten am Lenkrad lassen. Allerdings gibt es starke Schwankungen und abweichende Regelungen über den Waffenbesitz in Amerika. Manche Ort verbieten jeglichen Waffenbesitz und andere geben ihre Waffen frei. Es hängt ab von Bundesland zu Bundesland, je nachdem wie die derzeitige Regierung ausgerichtet ist. Doch der unerlaubte Waffenbesitz ist und bleibt ein Problem in Amerika: Die Polizei von New Orleans stellt z.B. jährlich zwischen 500-600 illegale Schusswaffen sicher. Einige Staaten wie z.B. Florida rüsten zur Zeit ihre Polizei mächtig auf. So wurde in einem Bericht auf CNN gezeigt, dass dort sukzessive M16 Strumgewehre (Standard der US-Streitkräfte mit einer Kadenz von 600-940 Schuss/min ) zum Einsatz kommen werden.
In Deutschland gibt es ein strenges Waffengesetz; befolgt man die Gesetze nicht, begeht man eine Straftat, welche mit Geldbußen und/oder Freiheitsentzug bestraft wird. So gibt es eine Liste mit verbotenen Waffen, dazu gehören z.B. Totschläger, Schlagringe, Stahlruten, Würgegeräte (z.B. Nunchakus), Präzisionsschleudern, verdeckte Hieb- oder Stoßwaffen (u.a. Stockdegen, Feuerzeugmesser, Messer als Gürtelschnalle), Wurfsterne , Butterfly-, Fall-, Faust- und Springmesser.
Privatpersonen in Deutschland brauchen für den Erwerb einer Schusswaffe (Pistole) eine Waffenbesitzkarte. Es handelt sich hierbei fast ausschließlich um Jäger, Sportschützen oder Waffensammler.
Nur unter bestimmten Voraussetzungen können diese Personengruppen eine Waffenbesitzkarte erwerben. Sie müssen zuverlässig sein und dürfen keine Geisteskrankheiten oder Abhängigkeiten haben. Des Weiteren müssen sie vorstrafenfrei und mindestens 18 Jahre alt sein. Nach Bestehen der Sachkundeprüfung kann die Waffenbesitzkarte ausgestellt werden. Es ist in Deutschland also nicht sehr einfach an eine Pistole zu kommen, doch hat sich gezeigt, z.B. beim Amoklauf in Erfurt, dass ein striktes Waffengesetzt kein Garant für ein friedliches Miteinander ist.
Jede Polizeibehörde hat andere Richtlinien und spezielle Bedürfnisse. Daher wird in Deutschland das Pflichtenheft an die Hersteller von Schusswaffen herausgegeben, nach dem sie ihre Entwicklungen ausrichten.
Die Deutsche Polizei hat 2 Standard-Schusswaffen, einmal eine halbautomatik Handfeuerwaffe und meistens im Wagen versteckt, die Maschinenpistole ( MP5) von Heckler u. Koch.
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Die US Cops besitzen auch 2 Standardwaffen, ebenfalls eine halbautomatik Handfeuerwaffe und als zweite Waffe eine Shotgun, meistens eine „Remington 870 Police Pump-Flinte“. Wobei die erste Waffe auch ein Revolver sein kann.
Die Vorderschaftrepetierflinten sind sowohl in Nord- wie auch in Südamerika an vielen Departments verbreitet. Die „Pump Gun“ hat eine relativ große Mündung, daher wirkt sie sehr bedrohlich, obwohl sie nicht tödlicher wie andere Gewehre ist. Der Laufdurchmesser von etwa 18 mm ist vorbildlich dafür geeignet, verschiedene Munitionsarten zu verwenden. Neben Schrot und Flintengeschossen können auch nicht-tödliche Munitionstypen wie z.B. Gummigeschosse eingesetzt werden. Daneben ist ein Abfeuern von Gas-, Leucht-, Signal- und Knallpatronen möglich. In Europa wird die Waffe übrigens von Sondereinheiten genutzt. Sachverständige in Deutschland fordern vermehrt die Schrotflinte als Standardwaffe so wie in Amerika einzuführen-bisher ohne Erfolg.
Die Polizeibehörde eines U.S. Landes entscheidet darüber welche Waffe geführt werden darf. Dann tragen alle Polizisten die gleiche Handfeuerwaffe, da dies einige Vorteile mit sich bringt. Zum Einen braucht man nur einen Munitionstyp und eine Waffenschulung für alle Polizisten und in Krisensituation kann ein Polizist die Waffe seines vielleicht angeschossenen Kollegen weiterverwenden. Die MP5 von Heckler und Koch ist in Amerika aber nicht unbekannt, nur tragen eben spezielle Polizei Abteilungen diese Waffe, wie z.B. die „Spezial Operation Division“ von New Orleans.
Es erstaunt, dass in den USA tatsächlich der Revolver so weit verbreitet ist, wo er in Europa nahezu von modernen Handfeuerwaffen/ Pistolen ersetzt wurde. Amerika ist keinesfalls konservativ eingestellt und sehr offen für neue Technologien. Derzeit wird sogar die „ Smart Gun“ getestet, eine intelligente Waffe, die ihren Besitzer erkennt. Es war eine Antwort auf die vielen erschossenen US Polizisten, die ihrer eigenen Waffe in einem Gefecht bestohlen worden sind und schließlich durch diese ums Leben kamen. Trotz dieser Horrorszenarien verlassen sich viele US Polizeibehörden auf den guten alten Revolver. Es hat wahrscheinlich viel mit Traditionsdenken zu tun, denn schließlich war es ein Amerikaner namens Sam Colt der den ersten Revolver 1854 zum Patent anmeldete. Colts Konkurrenzfirma Smith & Wesson arbeitet stark daran, den Colt zu verbessern und schließlich kamen die ersten halbautomatik Pistolen auf den Markt. Neben dem Traditionsdenken kann man auch eine Art Emotionale Beziehung zum Revolver vermuten lassen. Ins Gedächtnis sei der erfolgreiche Kinostreifen „ Dirty Harry“ mit Clint Eastwood zu rufen. Die Hauptfigur, ein Polizist, hatte stets eine .45 Magnum dabei. Er personifizierte seinen Revolver und gab ihm einen weiblichen Namen. Es ist daher durchaus nicht unüblich eine emotionale Bindung zu einer Waffe aufzubauen, gerade als Polizist ist sie ein ständiger Begleiter. In den meisten deutschen Polizeischulen werden 2 Schießlehrgänge angeboten. Als ganz besonderer Bonus hat man die Möglichkeit auch mit einem Revolver zu schießen und die großen Schusslöcher, die er hinterlässt, zu bestaunen. Doch weiß man, dass es im späteren beruflichen Polizeialltag in Deutschland selten ein Revolver sein wird, mit dem man auf Streife geht. Der Revolver ist in Deutschland zwar nicht Standardausrüstung, doch er wird in speziellen Abteilungen auch verwendet. Denn der Revolver hat seine Vorteile: Er hat weniger Bauteile wie eine Pistole und ist damit weniger störanfällig. Und die Revolver zeichnen sich im Vergleich zur Pistole durch eine einfache Bedienung aus. Da je nach Fabrikat die Trommel nur 5-9 Patronen fasst, hat der Revolver nur eine geringe Feuerkraft und das Nachladen der Trommel ist relativ kompliziert. Ein Nachladen der Waffe in einer Gefechtssituation kostet Zeit, wenig Zeit führt zu Hektik, Hektik führt zu Fehlern und Fehler können Menschenleben kosten. Bekannte Herrsteller von Revolvern sind Colt, Ruger und Smith & Wesson.
In den United States ist ein Trend weg vom Revolver hin zu selbstladende Handfeuerwaffen zu erkennen. Nehmen wir dazu einmal das „New Orleans Police Departement“ unter die Lupe, welches seit 1988 Halbautomatik Waffen nutzt. Hier wurde der Revolver gänzlich verdrängt und viele Handfeuerwaffen wie die Beretta, SIG-Sauer-Pistole, Smith & Wesson und die Glock im Kaliber .40, wurden bereits getestet. Es ist dort üblich, dass die Polizisten des NOPD ihre komplette Ausrüstung, Uniform, Hohlster, Laptop und eben eine Handfeuerwaffe auf eigene Kosten anschaffen müssen. Daher sollte schon aus sozioökonomischen Gründen eine Standardwaffe festgelegt werden, um nicht ständig neue finanzielle Belastung zu schaffen, die ein Waffenwechsel mit sich bringt. Doch es geschah genau dieses Malheur: Eine Zeit lang war in New Orleans die Beretta 92 F der Favorit als Dienstwaffe. Aufgrund von diversen Problemen wurde dann die „Glock“ im Modell 20 und 23 eingeführt. Das bedeutete dann auch, dass alle Polizisten des NOPD einen 38-stündigen „Transition Course“ absolvieren mussten, um die neue Dienstwaffe mit Hohlspitz-Munition souverän beherrschen zu können. Neue Rekruten wurden natürlich gleich auf die Glock eingestellt und erhielten ein gründliches Training an den Modellen 20 und 23. Ein Revolver wäre in New Orleans auch völlig fehl am Platz, denn das NOPD konfisziert jährlich um die 500-600 illegale Schusswaffen. Dabei ist die klassische Bewaffnung der Streetgangs ein Sturmgewehr und Uzis, die die „Drive-by-shootings“ geprägt haben. Die benutzten Pistolen zeichnen sich durch eine flache Bauweise aus. Je nach Kaliber und Fabrikat beträgt die Magazin-Kapazität 5-18 Patronen und daher besitzen Pistolen eine hohe Feuerkraft. Der Nachteil von Pistolen ist im allgemeinen, dass durch unterschiedliche Munitionsfabrikate Funktionsstörungen auftreten können. Bekannte Hersteller von Pistolen sind Walther, Colt, Heckler & Koch, Beretta, Sig-Sauer und Smith & Wesson.

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