Wer bringt mehr Leistung? Polizei USA im Vergleich mit Deutschland.
Ein deutscher Polizist hat es doch gut, es gibt für ihn kein oder kaum Leistungs- oder Konkurrenzdruck wie in anderen Berufsgruppen. Um so schwieriger ist das Unterfangen, diese Frage zu beantworten. Beide Polizeidienste bringen viel Leistung und verbringen jeden Tag rund um die Uhr einen harten Job. Sie sind zuständig für die Gefahrenabwehr, also Sicherstellung der Reduzierung von Gefahren für Personen und Rechtsgütern um damit Sicherheit zu erzeugen. Des Weiteren wendet die Polizei die Strafverfolgung an, sie ist nach dem deutschen Legalitätsprinzip verpflichtet, ein Ermittlungsverfahren einzuleiten, wenn Kenntnis über eine Straftat vorliegt. Die Polizei bekämpft das Verbrechen so gut wie sie kann, entweder bringt sie Leistung draußen „ auf der Straße“ oder am Schreibtisch.
Doch wird die Leistung der Polizei auch von den erforderlichen Mitteln bestimmt. Ein moderner Bildschirmarbeitsplatz, gute Ausrüstung eine durch Fortbildungen stark entwickelte Führung, Computer, Waffen und vieles mehr sorgen dafür, dass der einzelne Polizist sich am Arbeitsplatz wohlfühlt und schließlich mehr Leistung bringt. Wie „Destatis“, das statistische Bundesamt angab, haben der Bund, Länder, Gemeinden und Gemeindeverwaltungen im Jahre 2000 eine Summe von 52,1 Milliarden Euro für die innere und äußere Sicherheit ausgegeben. Damit liegen die Ausgaben für die Sicherheit in Deutschland an dritter Stelle der „Budget-Zehrer“, nach den Ausgaben für die Sozialen Sicherheit und der Bildung, Wissenschaft und Kultur Deutschlands. Insgesamt liegen die Ausgaben je Einwohner für die Sicherheit im Jahr 2000 bei 633 Euro. Die Ausgaben für die äußere Sicherheit, damit sind alle Verteidigungsmaßnahmen gemeint, werden ausschließlich vom Bundeshaushalt gezahlt und belaufen sich auf 23,3 Milliarden Euro. Die Innere Sicherheit, d.h. Polizei, Ordnungsverwaltung, Rechtsschutz ( Gerichte, Justizvollzug) erzielen einen
Ist-Wert von 28,8 Milliarden Euro. Davon wurde für die Institution Polizei eine Summe von 11,2 Milliarden Euro ausgegeben. Von den Gesamtausgaben entfielen 72,5 % auf die Länder, 19,1 % auf die Gemeinden u. Gemeindeverbände, sowie 8,4 % auf den Bund.
Obwohl hier nicht Thema des Buches, ist es doch Highlight, sich die U.S. Ausgaben für die Äußere Sicherheit anzuschauen. Denn selbst wenn man das militärische Budget von sämtlichen auf der Welt existierenden Armeen summieren würde, dann wäre die Ausgaben der USA noch höher. Eine astronomisch hohe Zahl von 400.5 Milliarden U.S. Dollar verschlucken die Verteidigungsmaßnahmen der United States. Außerdem kann sich das Land als größter Waffenexporteur mit 8,6 Milliarden Dollar nennen.

QUELLE: Bureau of Justice Statistics , 2003

Die Sicherheit im Lande kann ziemlich gut mit Statistiken beschrieben werden. Diese Schaubilder zeigen zwar nur Tendenzen an, dennoch zeugen sie von der Leistungsbereitschaft der tätigen Polizei.
Im Folgenden sehen Sie die Kriminalitätsstatistik für New York City im Vergleich zu der Hauptstadt Deutschlands Berlin. New York City hat 8,1 Millionen Einwohner und eine Fläche von 1214,4 Quadratkilometern. Die Stadt Berlin hat dem gegenüber nur ca. 3,4 Millionen Einwohner mit einer Fläche von ca. 900 Quadratkilometern. In Berlin gibt es zurzeit ca. 17000 Polizisten und in New York 40000 Beamte. Wir wagen einen Vergleich dieser beiden Behörden und sind gespannt, wer weniger Anzeigen zu verbuchen hat. Trotzdem sei vorweg erwähnt, dass man beim Vergleich mit Berlin und New York nicht nur Äpfel mit Birnen vergleicht, sondern Äpfel mit genmanipulierten Super-Melonen.


Wo die Berliner Polizei sich in dem Zeitraum von 8 Jahren relativ konstant hält, ist in New York City ein historisch tiefer Rückgang der Anzeigen zu erkennen. Die New Yorker Polizisten werden auch als die „ New York Findest“ bezeichnet. Zu deutsch „ New Yorks Besten“. Wenn man diese Kriminalitätsstatistik betrachtet, dann wird diese Bezeichnung zurecht ausgesprochen.
Egal welche Polizeibehörde aus Deutschland ich auch zur Gegenüberstellung ausgewählt hätte, keine hätte bei diesem Rückgang der Kriminalität mithalten können.
Diese Statistiken haben einen wichtigen Zweck, denn sie machen der Öffentlichkeit deutlich, wie es um die Kriminalität bestellt ist. Wenn die Menschen sehen, dass ihre Polizei Erfolg hat, dann spornt es diese Menschen an und verbessert die Lebensqualität der Einzelnen . Denn alle Menschen haben normalerweise Angst vor Gewalt und Verbrechen, wenn sie nun eine derartige Statistik wie die von NYC sehen, dann kommt ein befreiendes Gefühl auf. Dann überträgt es sich auch auf die Polizei und damit entsteht ein wichtiger Bewertungsfaktor der polizeilichen Leistung: Der Lob der Bevölkerung.
Die US Polizei bringt viel Leistung, nicht unbeteiligt daran ist die Tatsache, dass es z.B. in New York City ein Punktesystem gibt, welches die Aufstiegschancen der Polizisten anhand von erbrachten Leistungen belohnt. Daher sind viele Polizisten angespornt und machen geradezu Jagd auf Auszeichnungen, da es hierfür viele Punkte gibt. Deutsche Polizisten werden nach Eignung, Befähigung und Leistung befördert. Das Problem bei der Sache ist, dass die Vorgesetzten einen großen Beitrag in der Bewertung der einzelnen Polizisten besitzen. Eine Meinung über Verhaltensweisen, Charakter oder Leistung ist eine sehr subjektive Angelegenheit. Schon daher sind US Polizisten motivierter.
Des Weiteren musste sich die US Polizei an die riskanten Umstände, die die heutige Zeit fordert, anpassen. Amerika ist hochgradig einer Terrorgefahr ausgesetzt, dies zwang zur Weiterentwicklung der Polizeistruktur. Genaue Definitionen von Terrorismus gibt es bisher nicht, doch man unterscheidet zwischen internationalen und inneren Terrorismus. Die USA wurde in den letzten Jahren von beiden Terrorformen bedroht und erlitt starke Verluste. Der Verlust der Twin-Tower des WorldTrade Center am 11. September 2001 wurde als internationaler Terrorismus angesehen, er war ein Angriff auf die gesamte zivile Welt. Knapp 3000 Menschen kamen ums Leben als 4 gekaperte Flugzeuge ein unbeschreibliches Szenarion verursachten. 2 Flugzeuge flogen ins Worldtrade Center, 1 weiteres ins Pentagon und ein anderes stürzte ab. Man vermutet, dass die Bordpassagiere per Handy informiert worden und daraufhin einen Befreiungsschlag starteten. Als einer der Terroristen , der in der Lage war ein Flugzeug zu fliegen, es merkte, ließ er die Maschine abstürzen.
Auch innerer Terrorismus ist für Amerika eine große Gefahr. Es sei nur an den Bombenanschlag auf das Murah Federal Building in Oklahoma City zu denken. Als 2 Amerikaner „ Terry Nichols und Timothey McVeigh einen geliehenen Laster mit integrierter Bombe im 5-Stock-Gebäude zündeten und damit 168 Menschen in den Tod rissen und hunderte Verletzte zurückließen. Das ist eine andere Dimension des Verbrechens, welches eine extreme Leistungsbereitschaft der US Polizei erfordert. Die Polizisten sind die ersten Ansprechpartner, wenn sie gerufen werden. Die amerikanische Regierung zeigte eine große Bereitschaft, die Effizienz der Polizei zu steigern. So war das erste Ziel eine enge Zusammenarbeit mit dem FBI und den Polizeibehörden zu schaffen. Das Federal Bureau of investigation ist mit nichts zu vergleichen in Deutschland. Ein höher Polizeibehörde mit Sonderrechten gibt es in Deutschland nicht. In Amerika wurde 2002 das office of law enforcement coordination ( OLEC) gegründet, um die Polizei mit dem FBI zu vernetzen. Polizisten erhalten Schulungen in Terrorismusabwehr und Spezialwissen. Weiter wurde 2003 Das Terrorist Screening Center ( TSC) entwickelt. Eine Terroristen-Datenbank mit Rasterfahndungsystem. Damit ist es möglich potenzielle Terroristen auszuloten und auszuspionieren. Schließlich erhalten die Polizisten Unterstützung von der Joint Terrorist Task Force ( JTTF).
Auch Urlauber, die ihren Urlaub in den USA geplant hatten, haben gemerkt, dass sich sicherheitstechnisch etwas geändert hat. Denn an US-Flughäfen wurden nicht nur von den Einreisenden, sondern auch von den Ausreisenden biometrische Daten abgenommen. So wurden Fingerabrücke und Gesichtsfotos eingespeichert und mit Hilfe von zahlreichen Automaten validiert. An Testphasen für biometrische Datenspeicherung bei Reisen, die über Jahre gingen, nahmen Flughäfen von Atlanta, Chicago, Denver, San Francisco und Seattle teil.
erfasst. Damit wird der Urlaub in den Staaten nicht unbedingt bequemer, aber das Sicherheitsbedürfnis in den Staaten ist so groß wie nie.
Wie das obige Schaubild zeigt, ist in der Stadt „New York City“ ein starker Rückgang der Anzeigen zu erkennen. Doch keinesfalls kann man davon ausgehen, dass die Kriminalitätslage in den United States mild ausgeprägt ist- tatsächlich täuscht die Statistik des NYPD´s, denn Gewaltübergriffe und die Kriminalität betreffen die USA erheblich. Bereits im Juni 2003 veröffentlichte das „Federal Bureau of Investigation“ ( FBI) eine beängstigende Statistik. Es wurden 11,9 Millionen Kriminalfälle erfasst, darunter schwere Delikte wie Mord, Vergewaltigung, Raub und Diebstahl. Allein 19940 Fälle lieferte die Stadt „Detroit“. Hält man sich an die Studie, dann müssen von 100000 Menschen genau 2013 Menschen ein Verbrechen begangen haben.Weiter bestätigte das „Departement of Justice“ , dass die Mordrate in den U.S.-Staaten stetig steigt. Zum Vergleich beachte man, dass es im Jahre 2000 schon 15,586 Mordfälle waren, im darauffolgenden Jahr mehr mit 15,980 Mordfällen und weiter erhöhe sich die Zahl der Mordfälle im Jahr 2003 mit 16110 Tötungsdelikten. Die Hauptstadt der USA mit Regierungssitz der United States, also Washington District of Columbia ( D.C ) ist ebenfalls durch eine erhöhte Mordrate gefährdet. Denn dort,auf einer Fläche von 177 Quadratkilometern und mit 553523 Einwohnern , gab es 166 Mordfälle ( Stand: 2003). Die Stadt „Chicago“ gilt als „Homicide Capital“ ( Zu deutsch etwa: „Mörderstadt“), verzeichnete sie doch 2003 ganze 648 Mordopfer. Überschlägt man die Rechnung, dann werden jährlich von 100000 Einwohner Chicagos um die 22,2 Menschen getötet.
Was den privaten Waffenbesitz angeht, liegt die USA an erster Stelle. Folglich zog dieser Umstand einen starken Anstieg der Verbrechen mit Waffenunterstützung mit sich. Im Jahre 2002 waren in 350000 Fällen mindestens eine Waffe im Spiel. Von den 15980 Tötungsdelikten 2002 wurden in 63 % aller Fälle eine Waffe sichergestellt.
Hinzu wird die leicht zugängliche Waffe auch von Suizidgefährdeten Menschen als Mittel herangezogen. So gab das „U.S. National Center for Health Statistics“ vor gut 7 Jahren eine Studie heraus, die belegte, dass 56,5 % der 16586 Selbstmörder in den Staaten eine Waffe zur Durchführung benutzte. Es kam noch schlimmer, den eine unsachgemäße Aufbewahrung der Waffen in U.S. Haushalten führte zwangsläufig zu Kontakt der Waffen mit in den Haushalten lebenden Jugendlichen. Mindestens 18 Schüler starben in öffentlichen Schulen im Jahre 2003 und 50 Verletzte bedingt durch Waffenmissbrauch kamen ins Krankenhaus. Darauf gab das „U.S. Center for Disease Control and Prevention“ eine Befragung heraus, die bestätigte, dass mehr als 50 % aller jugendlichen Täter eine Waffe benutzte, die Eigentum von Familienangehörigen waren.
Dann machen seit längere Zeit, etwa seit 20 Jahren, sogenannte Gangs den Polizisten in Amerika das Leben schwer. Um die Probleme zu analysieren und Lösungsvorschläge zu entwickeln, wurde in Amerika das „ US National Youth Gang Center“ errichtet. Es zeigt seit 1996 z.B. regelmäßig Trends bei den Gangs auf und ermittelt demografische Informationen ,wie Alter, Geschlecht, Rasse etc. Eine Studie, die im August 2003 vom „NYGC“ veröffentlicht wurde, belegte, dass es 21500 gefährliche Gangs mit einer Mitgliederzahl von 731000 Menschen gab. Die Mitglieder sind in der Regel schwer bewaffnet und in größeren Städten ab 50000 Einwohner stark an Tötungsdelikten beteiligt. So ist es in vielen Gangs an der Tagesordnung vor der Aufnahme eines neuen Mitgliedes eine Art Gang-Treuetest von den „Rekruten“, zu fordern, der meistens eine Straftat wie Raub, Mord, Vergewaltigung und Diebstahl bedeutet. Am schwersten von Gangs betroffen sind die US-Städte Los Angeles, Chicago und Detroit.
Besonders gefährlich sind die drogenindizierte Verbrechen, die Polizei spricht hier von der „ Beschaffungskriminalität“. In U.S. Amerika floriert der Schmuggel mit Drogen und die Verbecher kollaborieren massiv mit terroristischen Gruppierungen. Ermittlungen des „U.S. Department of Justice“ zeigen auf, dass über die Hälfte der Gefängnisinsassen schon mit Drogen zu tun
hatte. Allein in der Hauptstadt „Washington D.C. , welche nach dem ersten Präsidenten „George Washington“ ( 1732-1799) benannte wurde, sind um die 60000 Menschen drogenabhängig und neigen zu starken Alkoholexzessen. Die Summe von 1,2 Milliarden Euro Verlust macht den wirtschaftlichen Verfall, den der Drogenmissbrauch fordert, sehr deutlich. Außerdem nimmt die Zahl der Aidskranken in Amerika durch den Drogenkonsum so immens zu, dass das „ „Department of Health and Human Services ( HHS), vergleichbar mit der deutschen Gesundheitsbehörde, Schritte einleitete. Das „HHS“ wurde 1946 gegründet und hat 13 Unterabteilungen, eine davon ist das „ U.S. Center for Disease Control and Prevention“ ( CDC) , welche eine Studie herausgab, die darlegte, dass bereits 42,136 Menschen in Amerika mit dem gefährlichen HIV-Virus infiziert sind. „Aids“ ( „Acquired Immune Deficiency Syndrome (engl. für erworbenes Immundefektsyndrom) wurde 1981 als eigenständige Krankheit anerkannt. Die Weltgesundheitsorganisation WHO ( Englisch: World Health Organization) der Vereinten Nationen schätzt die Anzahl der weltweit 2006 an Aids Verstorbenen auf etwa 2,9 Millionen Menschen, mit 39,5 Millionen lebenden Infizierten und 4,3 Millionen Neuinfektionen im Jahr.
Ein guter Indikator für die Leistungsfähigkeit der U.S. Polizisten ist die Anzahl der Überführungen von Kriminellen ins Gefängnis. Und Amerika hat die meisten Gefängnisinsassen in der Welt. Im Jahre 2002 gab es 2.1 Millionen Menschen, die ihre Strafe im Gefängnis absaßen. Glaubt man der „Washington Post“, so erhalten U.S. Gefängnisse jede Woche 700 neue Insassen. Von 100000 U.S. Bürgern sind 701 Menschen in Haft, was für die Leistung der Polizisten spricht. Doch alles hat auch Schattenseiten, so auch mit den überfüllten Gefängnissen in Amerika und den damit bedingten schlechten humanen Bedingungen. Daher haben einige Städte, wie z.B. Virginia die Nahrungszufuhr ihrer Insassen verkürzt. Die Mahlzeiten haben damit insgesamt weniger Kalorien und an Wochenenden gibt es nur noch 2 statt wie bisher 3 geregelte Mahlzeiten. Auf die Bedingungen in U.S. Gefängnissen wurde auch das „Amnesty International“ aufmerksam. Die „Amnesty International „ ( „AI“) ist eine Nichtstaatliche Organisation und wurde 1961 von dem englischen Rechtsanwalt Peter Benenson gegründet. Bis heute besitzt sie mehr als 1,79 Millionen Mitglieder und ist in mehr wie 50 Staaten ansässig um für Menschrechte einzutreten. Die USA hat die „Amnesty International“ bereits dafür kritisiert, dass sie zu sehr und einseitig kritisiert wurde. So hat die „AI“ bereits massiv auf das „Guantánamo-Gefängnis“ aufmerksam gemacht, in dem angeblich über 400 Gefängnisinsassen ohne Gerichtsverhandlung einsitzen. Schließlich kritisiert die „AI“ nicht nur militärische Gefängnisse der USA, sondern auch die Justizvollzugsanstalten, speziell die Hochsicherheitstrakte, gesamt. So stellte „Amnesty International“ heraus, dass 700000 Gefangene in den Sicherheitszellen 23 Stunden am Tag und länger verbringen müssen. Weiter wurden schlechte Behandlungsweisen bis hin zur Misshandlung aufgezeigt. Mindestens der Tod von 3 Insassen durch Gewaltanwendung ein oder mehrerer Gefängniswärter wurden aufgedeckt. Bedenklich sind auch sexuelle Übergriffe von analsadistischer Natur , denn eine Studie von 2003 zeigte auf, dass von 10 Mann in U.S. Gefängnissen mindestens 1 schon vergewaltigt wurde. Nicht besser sollen die Bedingungen in Frauengefängnissen sein, so haben 2003 eine Gruppe von 9 Frauen in einem Jugendgefängnis die Wärter der Vergewaltigung und anschließendem Abtreibungszwang bezichtigt.
Die U.S. Cops scheinen selbstmordgefährdet zu sein und aufgrund der zahlreichen Freitode, wurde in Amerika das „Police Suicide Prevention Center“ errichtet ( www.policesuicide.com). Angeblich sollen die letzten Jahre gezeigt haben, dass es mehr Selbstmorde gab als im Dienst getötete Polizisten. Allein am Schichtdienst und der erhöhten beruflich Gefahr kann es nicht liegen, denn andere Berufe mit ähnlichen Belastungen fordern nicht so viele Freitode wie bei den U.S. Cops. Es ist nicht viel bekannt über die Motive, denn der Selbstmord eines Polizisten stigmatisiert die zurückgebliebenen Verwandten. Es gibt auch unter den Dienstpartner eine Art „ Code of silence“, daher wird nicht viel darüber gesprochen. Doch allgemein wird angenommen, das dienstliches Versagen, eine anstehende Suspendierung, ein In-Rente-Gehen oder das Töten eines Kriminellen im Dienst zu schweren psychischen Belastungen führen kann, die schließlich den Selbstmord zur Folge haben. Der Polizistenberuf fordert oft ein aufopferndes und selbstloses Handeln. Das eigene Recht und die Konfrontation mit Fremdrechten und die gesetzlichen Verpflichtungen können die Psyche, also die Gefühle und Gedanken oder den Körper zu einem energetischen Ausgleich zwingen. Das kann ein Ausgebranntsein mit sich bringen, ein Zustand von akutem Unbefriedigtsein. Die quälenden Erinnerungen, das Hadern mit dem Schicksal und der drohende Selbstwertverlust fordern dann ihren Tribut. Insgesamt bringen sich jährlich weltweit 1 Million Menschen um, doch ist dies eine dauerhafte Lösung für ein vorübergehendes Problem. Diese Menschen sind mental und Körperlich nur auf das aktuelle Problem konzentriert und treffen keine Lösungsmaßnahmen mehr. Besonders hoch ist die Zahl der Selbstmorde beim größten Police Departments Amerikas, den New York Cops. So sind Berichte von betrunkenen Beamten veröffentlich worden, die anschaulich darstellten, wie Cops Löcher in ihre Zimmerdecken schossen, Frauen anpöbelten oder in Kneipen randalierten. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Ney York Cop sich das Leben nimmt, ist dreimal höher wie in anderen Berufsgruppen. Im Jahre 1994 wurden 2 Polizisten von Kriminellen getötet und dem Gegenüber stehen 12 Selbstmorde von Beamten des NYPD´s.
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