Als Estrich bezeichnet man hier in Deutschland den Aufbau eines Fußbodens als den Untergrund für die entsprechenden Fußbodenbeläge. Dabei gibt es Estriche, die je nach entsprechender Art und Ausführung, auch „fertig nutzbarer Boden“ genannt werden.
Wenn man aber dann Fußbodenbeläge verlegen möchte, ist Estrich ist nicht gleich Estrich. Auf der einen Seite nimmt jeder mineralische Baustoff verschieden viel Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft auf und gibt diese dann auch wieder ab. Auf der anderen Seite und das ist nun recht wichtig für die weiteren Planungsschritte, trocknet auch jeder Estrich anders und auch in verschiedenen Schnelligkeiten. Ein wichtiger Punkt dabei ist die Verteilung und die Grösse der Poren des Baustoffes, denn diese beeinflussen das Verhalten des Baustoffes gegenüber der Feuchte im Baustoff.
Um nun, bevor man einen Fussbodenbelag verlegt, sollte man die Feuchtigkeit des Estrichs bestimmen. Bei Estrichfeuchtebestimmung kann man mit verschiedenen Messverfahren die Restfeuchtigkeit im Estrich messen. Man unterscheidet hier zwischen der direkten und der indirekten Messung.
Bei den direkten Methoden wie die CM-Methode und Darr-Messung wird konkret die Wassermenge im Bauwerk bestimmt. In Gegensatz dazu werden bei der indirekten Feuchtigkeitsmessung andere Eigenschaften des Estrichs gemessen. Hier kann man z.b. die elektr. Leitfähigkeit des Estrichs mit dem Feuchtigkeitsmesser messen, die wiederum bei verschiedenem Wassergehalt variieren kann. Wie man nun sieht, ist es immer wichtig mittels eines Feuchtigkeitsmesser den Feuchtegehalt von Bauteilen zu überprüfen, um so weitere Bauschäden zu verhindern. Diese sind dann recht kostenintensiv und dieses Kosten müssen ja nun nicht entstehen, wenn man sich einfach an die Regeln der Baukunst hält.
Eine weitere Möglichkeit wie man den Feuchtigkeitsanteil in Bauwerken verringern kann ist mittels einer Infrarotheizung. Diese kann dann per Infrarotwellen die Feuchtigkeit aus den Bauwerken verbannen. Dabei ist es von Vorteil, gerade in Neubauten die häufig nicht mehr mit einem eigenen Schornstein je Wohnung ausgestattet sind, dass eine Infrarotheizung keinen Schornstein genötigt. Bei der Erzeugung der Wärme mit Hilfe einer Infrarotheizung fallen keine direkten Abgase an, da diese Heizungsart mit Strom betreiben wird. Ein Schornstein ist so also nicht nötig, was die Kosten reduziert und auch dem Problem der Schornsteinversottung entgegenwirkt. Bei der Schornsteinversottung entstehen gelblich Flecken, an den Wänden, in denen sich der Schornstein befindet. Das kann natürlich durch Regenwasser entstehen, aber auch bei der Verbrennung von Heizmaterial wird Wasser freigesetzt. Ist nun der Schornstein nicht genug belüftet, kann diese Feuchtigkeit nicht abziehen und es entstehen diese gelben Flecken und man erkennt, dass der Schornstein versottet ist.